Rottenbach (Thüringen)


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rottenbach
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Rottenbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 41′ N, 11° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saalfeld-Rudolstadt
Höhe: 280 m ü. NN
Fläche: 52,26 km²
Einwohner: 1928 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07422
Vorwahl: 036739
Kfz-Kennzeichen: SLF
Gemeindeschlüssel: 16 0 73 075
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rudolstädter Straße 63
07422 Rottenbach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Volker Stein
Lage der Gemeinde Rottenbach im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Karte

Rottenbach ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Rottenbach liegt in rund 300 Meter Höhe im Rinnetal am Zusammenfluss des Rottenbaches, der Rinne und der Zochau. Südlich steigt die Landschaft auf etwa 400 Meter an und fällt dann steil ins Schwarzatal ab. Die Hochfläche zwischen dem Rinnetal im Norden und dem Schwarzatal im Süden ist unbewaldet und wird landwirtschaftlich genutzt. Nördlich von Rottenbach liegt die Ilm-Saale-Platte, die überwiegend bewaldet ist, mit Erhebungen bis 500 Meter Höhe. Geologisch gesehen liegt Rottenbach am Übergang von der Ilm-Saale-Platte im Norden (Muschelkalk) zum Thüringer Schiefergebirge im Süden (Schiefer).

Gemeindegliederung

Die Einheitsgemeinde Rottenbach wurde 1994 gebildet. Ihr gehören folgende Orte an:

  • Rottenbach (688 Einwohner)
  • Hengelbach (80 Einwohner)
  • Leutnitz (163 Einwohner)
  • Milbitz (260 Einwohner)
  • Paulinzella (120 Einwohner)
  • Quittelsdorf (220 Einwohner)
  • Solsdorf (273 Einwohner)
  • Storchsdorf (60 Einwohner)
  • Thälendorf (140 Einwohner)

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Ilmtal, Remda-Teichel, Rudolstadt, Bad Blankenburg, Bechstedt, Allendorf, Königsee, Wolfsberg

Geschichte

Rottenbach wurde erstmals 1253 in einer Urkunde des Klosters Paulinzella erwähnt. Die Teilung des Ortes in Ober- und Unterrottenbach erfolgte 1411. Oberrottenbach war der westliche Teil des Ortes und gehörte dem Kloster Paulinzella (später dem Amt Königsee), Unterrottenbach war der östliche Teil des Ortes und gehörte zu Bad Blankenburg (später zum Amt Rudolstadt). Die beiden Orte wurden erst 1908 wieder vereinigt. Sie gehörten bis 1920 zu Schwarzburg-Rudolstadt, anschließend zu Thüringen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehört die Klosterruine Paulinzella, die eines der wertvollsten Denkmale romanischer Baukunst Deutschlands darstellt sowie das Museum zur Kloster-, Forst- und Jagdgeschichte im Jagdschloss Paulinzella.

Wirtschaft und Infrastruktur

Rottenbach besitzt zum einen Landwirtschaft und zum anderen ein kleines Gewerbegebiet westlich des Ortes an der B 88, in dem sich verschiedene kleine Unternehmen angesiedelt haben.

In Rottenbach trifft die Landstraße von Stadtilm, die durch das Rottenbachtal führt, auf die B88 (im Rinnetal verlaufend), die von Ilmenau im Westen nach Rudolstadt im Osten führt. Rottenbach war einst ein wichtiger Eisenbahnknoten. Die erste Bahnstrecke, die den Ort erreichte, war die von Arnstadt nach Saalfeld im Jahre 1895, die heute im angenäherten Stundentakt von Erfurt nach Saalfeld befahren wird. Die nächste Bahnstrecke wurde 1899 von Rottenbach ins sieben Kilometer westlich gelegene Königsee gebaut. Diese Strecke wurde am 1. August 1966 stillgelegt. Letzte Bahnstrecke war die Schwarzatalbahn im Jahre 1900, die von Rottenbach nach Katzhütte führt und heute ebenfalls im angenäherten Stundentakt befahren wird.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons
 Commons: Rottenbach (Thüringen) – Bilder, Videos und Audiodateien

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