Sakamaki Kazuo


Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Eigennamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Japanischen. Sakamaki ist hier somit der Familienname, Kazuo ist der Eigenname.


Von den Amerikanern erbeutetes japanisches Klein-U-Boot
Von den Amerikanern erbeutetes japanisches Klein-U-Boot

Sakamaki Kazuo (jap. 酒巻和男; * 1918; † 29. November 1999 in Toyota-shi, Präfektur Aichi) war ein japanischer Marineleutnant, der als Kommandant eines der fünf japanischen 2-Mann-U-Boote beim Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 teilnahm.

Er versuchte trotz beschädigtem Kreiselkompass einen Torpedoangriff im Hafen, wurde dabei aber von einem Zerstörer entdeckt und angegriffen. Bei den Ausweichmanövern lief das U-Boot mehrmals fest, wobei die Torpedorohre beschädigt wurden und Wasser in den Druckkörper eindrang. Zudem traten aus den Batterien giftige Dämpfe aus. Da eine Weiterführung des Angriffes dadurch unmöglich wurde, entschloss sich Sakamaki, zum Mutter-U-Boot zurückzukehren. Dabei lief das U-Boot endgültig fest, sodass er mit seinem Besatzungsmitglied Inagaki Kiyoshi zum Ausbooten gezwungen war und an Land schwamm, wo er von amerikanischen Soldaten aufgegriffen und der erste japanische Kriegsgefangene der Amerikaner im Pazifikkrieg wurde. Inagaki Kiyoshi, das zweite Besatzungsmitglied des Kleinst-U-Bootes, wurde später tot aufgefunden. Er hatte sich, kurz bevor das Mini-U-Boot mit einem Seil aus dem Wasser gezogen wurde, das Leben genommen.

1946 kehrte er aus der Kriegsgefangenenschaft zurück und trat in die Firma Toyota ein, wo er in der Exportabteilung tätig war. Von 1969-1983 leitete er die brasilianische Niederlassung. Anschließend arbeitete er wieder in Japan bis zu seiner Pensionierung 1987. Bei einem Historikertreffen in Texas 1991 sah er nach 50 Jahren zum ersten Mal sein U-Boot wieder.



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