Eine Schulterklappe (in Österreich: Achselspange; in Deutschland ursprünglich Achselklappe genannt) ist ein auf den Schultern von Uniformen angebrachte Tuchlasche, die im allgemeinen in der Schulternaht festgenäht ist und an der Halsseite mit einem Knopf befestigt wird. Schulterklappen dien(t)en zur Fixierung des Gewehrschulterriemens sowie zur Anbringung von Rangabzeichen, Truppenteilmarkierung und Sonderverwendungs-Kennzeichen.
Die Tuch-Schulterklappe der Mannschaften und Unteroffiziere ist zu unterscheiden von dem einst aus Gold- oder Silbergeflecht gefertigten Schulterstück (Österreich: Achselschlinge) der Offiziere. Die Schulterklappe weicht in Art und Funktion ebenso von der Epaulette ab.
Früher vor allem typisch bei Militär- und Polizeiuniformen, sind Schulterklappen heute auch in der Zivilmode (z.B. Trenchcoat) als funktionsloses Accessoire weit verbreitet.
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Unteroffiziere und Mannschaften des Deutschen Heeres trugen mit Ausnahme der Husaren und Dragoner unterschiedlich farbige Schulterklappe je nach Zugehörigkeit zu einem Armeekorps. Zusätzlich wurde die Nummer des Regiments, ein Namenszug oder sonstiges Kennzeichen der Zugehörigkeit zu einem Truppenteil farbig gestickt auf den Schulterklappen getragen. Nur der Offiziersstellvertreter sowie der Feldwebelleutnant trugen silberne Tressen bzw. Offiziersschulterstücke. Im deutschen Heer war es bis zum Ersten Weltkrieg üblich, nach Beendigung der Dienstzeit, die Schulterklappen eingerollt zu tragen (-> Abbildung: [1])
Die Unteroffiziere und Mannschaften von Reichswehr und Wehrmacht trugen auf den Schulterklappen in der Farbe des Waffenrocks die Nummer ihres Regiments oder anderen Truppenteils (Divisionsstab, selbst. Einheit). Des weiteren waren die Schulterklappen mit Paspelierungen in der jeweiligen Waffenfarbe versehen.
Die Mannschaften und Unteroffiziere der NVA trugen die Dienstgradabzeichen ohne weitere Kennzeichnung auf den Schulterklappen, die weiterhin in den Waffenfarben paspeliert waren. Unteroffiziere trugen wie schon in der Wehrmacht Schulterklappen mit silbernen Tressen und silbernen Sternen. Diese Form wurde bei allen Teilstreitkräften getragen.
In der Bundeswehr tragen alle Dienstgradgruppen Schulterklappen beim Gesellschafts-, Ausgeh- und Dienstanzug und beim Feldanzug. Auf ihnen werden die metallenen Dienstgradabzeichen (Schrägbalken für Mannschaften, Tressen und Winkel für Unteroffiziere, Sterne und ggf. Eichenlaub für Offiziere) aufgesteckt. Die Schulterklappen am Dienst- und Ausgehanzug sind bei Unteroffizieren und Mannschaften mit farbigen Paspelierungen, bei Offizieren mit farbigen Unterlegungen in der Waffenfarbe versehen. Beim Feldanzug wird die Schulterklappen mit Klettverschluss an der Halsseite festgemacht, auf die eine Aufschiebeschlaufe in der Waffenfarbe und ein maschinengesticktes Dienstgradabzeichen aufgeschoben wird.
Nicht in allen Armeen tragen Soldaten Schulterklappen mit Abzeichen. US-amerikanische und britische Mannschaften und Unteroffiziere tragen ihre Abzeichen an den Oberarmen. Die Trageweise differiert häufig mit den verschiedenen Anzugsarten.
Die Dienstgradabzeichen im österreichischen Bundesheer werden beim Dienstanzug 75 an den Kragenspiegeln getragen. Die Schulterklappen dienen der Kennzeichnung der verschiedenen Laufbahngruppen. Beim Kampfanzug 03 werden die Dienstgradabzeichen an der Brust getragen.
Auch an anderen Uniformen werden Schulterklappen getragen, z.B. bei der Polizei (vgl. Amtsbezeichnungen bei der deutschen Polizei und Amtsbezeichnungen bei der Bundespolizei) und bei den Einheiten des DRK und der Feuerwehr. Besonders an den Schulterklappen im DRK: sie geben keinen Dienstgrad sondern eine s.g. Dienststellung an, sprich ein Amt das man de facto inne hat.
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