Seilschaft


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Eine Seilschaft ist eine Gruppe von Bergsteigern, die ein Seil miteinander verbindet. Im allgemeineren Sinn wird eine Bergsteigergruppe, die gemeinsam unterwegs ist, immer als Seilschaft bezeichnet.

Das Seil dient beim Bergsteigen als Klettersicherung. Bei Gletscherwanderungen und auf leichten Bergtouren ist eine Seilschaft verbunden: die anderen können eine angeseilte Person auffangen, falls sie in eine Gletscherspalte fällt oder am Hang ausrutscht (so genanntes Gehen am Seil). Beim Klettern im steilen Gelände wird zusätzlich am Fels gesichert. Dabei ist immer eine Person in einem so genannten Stand fix mit dem Fels (oder allenfalls mit dem Eis) verbunden und passt die Länge des Seils, welches zur kletternden Person führt, laufend an.

Übertragene Bedeutung

Im übertragenen Sinn wird eine mehr oder weniger große Gruppe von einander „verbundenen“ Personen eine „Seilschaft“ genannt, meist mit absprechendem Beiklang. Sie fördern sich gegenseitig und häufig unabhängig von Leistung z. B. in ihrer Karriere (in Politik – wie z. B. der sog. Andenpakt in der CDU – und Wirtschaft). Auch die Begriffe Vitamin P (= Protektion) und Vitamin B (= Beziehung) stehen für vorteilhafte und informelle Verbindungen. Der Begriff Seilschaft ist negativ besetzt; als solche werden vorzugsweise die Beziehungsgeflechte der anderen, beispielsweise des politischen Gegners, bezeichnet. Die eigenen Verbindungen zwecks Erlangung persönlicher Vorteile werden gerne Netzwerk genannt. Andererseits gibt es die Unterscheidung: nur Seilschaft stehe für gegenseitige Unterstützung unabhängig von einer bestmöglichen Eignung für eine Aufgabe; während Netzwerk auf letztere abziele.

Siehe auch: Ämterpatronage, Karrierenetzwerk, Nepotismus






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