
Als Spektakel (lateinisch spectaculum = Schauspiel, Augenweide, Anblick, auch Krach, Lärm) bezeichnet man allgemein ein Ereignis, das Aufsehen erregt.
Der Begriff „Spektakel“ ist für Ereignisse mit seichtem oder befremdlichem Charakter leicht negativ besetzt, aber für bemerkenswert unterhaltsame Ereignisse durchaus positiv. Wird ein Ereignis als „spektakulär“ bezeichnet, wird die Publikumswirksamkeit positiv gelobt, ohne negativen Unterton. So bezeichnet werden z.B. Events, Festlichkeiten oder Inszenierungen, die vor allem auf Sinnesreize für ein Publikum abzielen, zum Beispiel Feuerspektakel, Medienspektakel etc.
Der französische Situationist und Filmemacher Guy Debord hat 1967 ein für die Neue Linke einflussreiches Werk mit dem Titel Die Gesellschaft des Spektakels verfasst, in dem er das Spektakel des Konsums in westlichen Gesellschaften, aufbauend auf der Analyse des Warenfetischismus, aus einer neomarxistischen Perspektive heraus kritisiert. Eine ähnlich kritische Position vertritt Theodor W. Adorno mit seinem Konzept der Kulturindustrie.
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