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Dieser Artikel behandelt die Stadt Stadtbergen bei Augsburg. Den gleichen Namen führt die Katastralgemeinde von Altenmarkt bei Fürstenfeld in der Steiermark. |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Augsburg | |
| Höhe: | 481 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,50 km² | |
| Einwohner: | 14.737 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1281 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86391 (alt: 8901) | |
| Vorwahl: | 0821 | |
| Kfz-Kennzeichen: | A | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 72 202 | |
| Stadtgliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Oberer Stadtweg 2 86391 Stadtbergen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ludwig Fink (SPD) | |
Stadtbergen ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Augsburg und grenzt unmittelbar an den Westrand der Stadt Augsburg.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt besteht aus vier Ortsteilen, den früher selbstständigen Gemeinden Stadtbergen, Leitershofen und Deuringen sowie dem neu hinzugekommenen Virchow-Viertel, wobei sich das gemeinsame Rathaus im größten Ortsteil (Stadtbergen) befindet. Jeder alte Ortsbereich besitzt eine eigene Freiwillige Feuerwehr und einen eigenen Sportverein. Stadtbergen und Leitershofen haben zudem noch eine eigene Grundschule, wogegen sich die gemeinsame Hauptschule neben der Stadtberger Grundschule befindet.
Stadtbergen, das 1978 im Zuge der Gebietsreform aus den damals selbständigen Gemeinden Deuringen, Leitershofen und Stadtbergen hervorging, liegt am Südwestrand von Augsburg und weist eine Gesamtfläche von 1.200 ha auf. Am 14. Juni 1985 wurde die Gemeinde Stadtbergen zum Markt erhoben, da sie die Einwohnerzahl von 12.000 überschritten hatte. Mit Wirkung zum 12. Mai 2007 wurde die Marktgemeinde Stadtbergen zur Stadt erhoben, dies verkündete der bayerische Staatsminister Günther Beckstein am 10. Januar 2007.
Erste urkundliche Erwähnungen der drei Stadtberger Ortsteile gehen in das 11. bis 13. Jahrhundert zurück, wobei die Entstehung Leitershofens und Stadtbergens etwa 1000 Jahre zurückreicht und diejenige von Deuringen unter Umständen bis in die alamannische Zeit. Dank archäologischer Grabungen lassen sich erste menschliche Spuren aber weitaus früher nachweisen. Von Bedeutung sind hierbei die zwischen Leitershofen und Stadtbergen entdeckten hallstatt- bzw. frühlaténezeitlichen Grabhügel, die ab etwa 700 v. Chr. entstanden sind und auf eine – wenn auch zeitlich beschränkte - frühe Besiedelung dieses Raumes hinweisen.
Die Römer hinterließen im heutigen Stadtbergen ebenfalls Spuren. Neben römischen Steinen, die in der Kirchhofmauer der Stadtberger St.-Nikolaus-Kirche entdeckt wurden, ist es besonders die villa suburbana, die Erwähnung verdient. Bei diesem römischen Landhaus, das schon im ersten nachchristlichen Jahrhundert existierte, handelte es sich um einen luxuriösen Prachtbau mit großzügigem Eingangsbereich, farbigen Wandverkleidungen aus Marmor und repräsentativen Ecktürmen. Die Anlage mit einem Ausmaß von etwa 63 x 39 Meter existierte bis in das 4. Jahrhundert und wurde dann verlassen oder im Zuge der Alamanneneinfälle zerstört.
Die Herrschaftsgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit war geprägt von zahlreichen Besitzwechseln geistlicher und weltlicher Herren.
Stadtbergen, das wahrscheinlich von Pfersee aus gegründet wurde, stand zuerst im Besitz der bischöflichen Kämmerer von Wellenburg und wurde von diesen an ein nach dem Ort benanntes Geschlecht weiter verliehen. Später waren mehrere Augsburger Patrizierfamilien im damaligen „Perga“ oder „Bergen“ nachweisbar. 1497 kam fast der ganze Ort an das Augsburger Domkapitel, das seinen Besitz in Stadtbergen bis zur Säkularisierung hielt.
Leitershofen, das frühere „Liutericheshouen“, war eine Gögginger Anbausiedlung und unterstand den Augsburger Bischöfen, die den Ort an bischöfliche Truchsesse weiter verliehen. Später kam der Besitz als Amtslehen an die bischöflichen Kämmerer von Wellenburg. Mit dem Erwerb der Herrschaft Wellenburg durch die Fugger gelangte 1595 auch Leitershofen in deren Besitz und verblieb dort bis zum Ende des Alten Reiches. Ein Zweig der Familie Mozart, Vorfahren des berühmten Komponisten W. A. Mozart, stammt aus Leitershofen. Der älteste nachgewiesene Vorfahre, Hans Mozart, lebte 1525 in Leitershofen und dessen Urgroßonkel errichtete 1690 das Stadtberger Bräuhaus.
„Tuiringen“, das spätere Deuringen, war ebenfalls – wie Stadtbergen und Leitershofen – ursprünglich in bischöflichem Besitz und gelangte später an die Marschälle von Donnersberg und schließlich im 13. Jahrhundert an das Augsburger Heilig-Geist-Spital. Nachdem der Ort, der lange Zeit nur als Einzelhof bestand, im Dreißigjährigen Krieg verwüstet wurde, erwarb 1711 die Freiherrnfamilie von Schnurbein den Besitz.
Neben den bereits erwähnten geistlichen und weltlichen Herrschaften waren auch die Klöster St. Ulrich und Afra, St. Georg, St. Katharina, St. Moritz, Hl. Kreuz und das Hochstift im heutigen Stadtbergen begütert.
Zeichen dieser Zeit haben sich bis heute erhalten, so sind insbesondere die Schlösser in Leitershofen und Stadtbergen Zeugen und Symbole einstiger Ortsherrschaften. Das Obere Schloss in Leitershofen Kirchberg 3) wurde erstmals 1257 erwähnt und barg im 18. Jahrhundert zeitweise eine Kapelle in sich. Im Gebäude, das um 1730/40 neu erbaut und im 19. Jahrhundert verändert wurde, war zeitweise eine Limonadenfabrik untergebracht.
Ebenfalls zu Wohnzwecken umgestaltet wurde das Untere Schloss (Schloßstr. 12), das 1355 erstmals in den Urkunden auftaucht. Nach der Französischen Revolution diente es teilweise französischen Emigranten als Unterkunft, darunter auch Abbé Leonor Francois de Tournely, dem späteren Begründer des Ordens „Dames du Sacré Coeur“. 1586 wurde das Stadtberger Schloss erbaut, und zwar von Hans Holl, dem Vater des berühmten Elias Holl. Es kam 1926 in den Besitz der Inneren Mission und diente zahlreichen Zwecken mit Heimcharakter. Seit 1971 betreibt das Diakonische Werk dort ein Altenheim.
Aber nicht nur Profanbauten zieren das heutige Stadtbergen, sondern auch sakrale Gebäude, wie beispielsweise in Deuringen die 1721 erbaute und 1989 renovierte St.-Josephs-Kapelle. In Leitershofen erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe die St.-Oswald-Kirche, deren ältester Vorgängerbau bis in spätromanische Zeit (ca. 1250) zurückreicht. Das heutige Gotteshaus wurde 1732 errichtet, wobei insbesondere die Stuckarbeiten von Matthias Lotter Erwähnung verdienen. Kunstgeschichtlich interessant ist auch die dritte alte Kirche in Stadtbergen. Teile des Turmes und des Chors von St. Nikolaus gehen in das 14./15. Jahrhundert zurück und das 1730 neu erbaute Langhaus wurde von Johann Georg Bergmüller und Johann Georg Wolcker ausgemalt und durch Andreas Heinz stuckiert.
Am 12. Mai 2007 wurde der Markt Stadtbergen zur Stadt erhoben.
Sitzverteilung im 24köpfigen Stadtrat (Ehemals Marktgemeinderat - Stand Kommunalwahl 2002):
Seit 1992 ist Ludwig Fink (SPD) Bürgermeister von Stadtbergen.
Stadtbergen hat folgenden Partnerstädte:
Das Besondere an dem Kontakt zu Fukushima in Japan ist die Tatsache, dass die Freundschaft zwischen der Gemeinde Stadtbergen und der gesamten Provinz bzw. Präfektur Fukushima besteht. Ursprung der Freundschaft war eine Initiative der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, die für japanische Jugendliche Gastfamilien in ganz Deutschland gesucht hat.
In Nord-Süd Richtung tangiert die vierspurige B 17 Stadtbergen. In Ost-West Richtung tangiert die vierspurige B 300 Stadtbergen. Durch die Nähe zu Augsburg bestehen noch weitere untergeordnete Fahrmöglichkeiten.
Große Teile der Stadt Stadtbergen werden von zwei Tramlinien der AVG Augsburger Verkehrsgesellschaft mbH erschlossen. Die Linie 3 fährt von der Inninger Straße in Augsburg über den Augsburger Hauptbahnhof und Augsburg-Pfersee in den Hauptort (Endhaltestelle Stadtbergen). Das unweit des Klinikums in Stadtbergen entstandene Virchow-Viertel wird von der Linie 2 bedient, die von Haunstetten-Nord über Königsplatz und den Bahnhof Augsburg-Oberhausen kommt.
Alle Ortsteile werden durch die Linie 641 verbunden, die werktags im 30-Minuten-Takt verkehrt (kleinere Taktverschiebungen wegen Schülerverkehr!).
Die westlichen Wälder bieten im Westen von Stadtbergen ein erholsames und ruhiges Naturerlebnis und Ausflugsziel zum Spazieren, Fahrradfahren und Wandern. Die in Stadtbergen beginnende Hauptroute des Schwäbisch-Allgäuer Wanderwegs (Endpunkt Sonthofen) durchquert diesen Naturpark.
Seit dem 10. Oktober 2003 bietet der Bürgersaal Stadtbergen unter dem Motto "Kultur & Events" nicht nur ein abwechslungsreiches Kulturprogramm von Kabarett bis Klassik, sondern auch ein Forum für Seminare, Tagungen und gewerbliche Veranstaltungen.
Die Bücherei Stadtbergen und ihre Zweigstelle im Ortsteil Leitershofen bieten auf rund 480 m2 Präsentationsfläche ein Angebot von etwa 27.000 Medien.
Das im Jahre 1973 erbaute und mehrmals renovierte Hallenbad bietet besonders im Sommer mit der Liegewiese ein erholsames Badevergnügen.
Einmal im Frühling findet an der Stadtberger Sportanlage ein Marktfest der drei Ortsteile statt. Es beginnt jeweils am Tag vor Christi Himmelfahrt und dauert fünf Tage. Neben vielen Attraktionen und Shows für Jung und Alt bietet das Fest sowohl sportliche Aktivitäten als auch kulinarische Spezialitäten im und ums Festzelt. Bis 2006 trug das Fest den Namen „Marktfest“ mit der Stadterhebung im Jahr 2007 wurde es in „Stadtfest“ umbenannt.
Der örtliche Basketballverein ist seit einigen Jahren ein Publikumsmagnet in der Region. Die Basketballgemeinschaft spielt zusammen mit dem Nachbarschaftsverein TSV Leitershofen in der Regionalliga Südost. In der Saison 2005/2006 stieg die Mannschaft in die 2. Regionalliga ab, doch 2006/2007 gelang der direkte Wiederaufstieg.
Die Leichtathletikabteilung des TSG Stadtbergen hat sich mit den 3 anderen ortsansässigen Sportvereinen der Stadt (TSV Leitershofen, DJK Leitershofen und TSV Deuringen) 1991 zur Leichtathletik Gemeinschaft Stadtbergen zusammengeschlossen.
Der Schützenverein Stadtbergen besteht seit dem 26. Oktober 1951 gegenüber der freiwilligen Feuerwehr Stadtbergen. Diverse Gewehr- und Pistolendisziplinen können hier in geselligem Rahmen ausgeführt und erlernt werden.
Die DJK Leitershofen legt ihr Hauptaugenmerk auf den Alpinen Skisport, hat eine Skirennmannschaft und bietet Skikurse an. Außerdem können verschiedene Gymnastik- und Turngruppen, Rope-Skippingkurse, Nordic Walking Veranstaltungen und ein dem Verein angegliederter Waldkindergarten besucht werden. Seit einigen Jahren steht die DJK Leitershofen für zahlreiche Erfolge im Skisport, sowie in der Sportart Ski-Inline. Seit dem Jahr 2006 hat der Verein auch eine Hobby-Fußballmannschaft, die erstmals 2006 ein eigenes Fußballturnier ausgerichtet hat.
Die Freiwillige Feuerwehr Leitershofen besteht seit 1875. Sie hat ca. 200 passive Mitglieder, die Aktive Mannschaft umfasst 50 Feuerwehrmänner und - frauen sowie 7 Jugendliche (Stand 2007).
Im Westen Stadtbergens befindet sich auf einem Südhang der 9 Loch Golf-Platz des Golf Club Leitershofen e. V. Der Golf Club wurde von Angehörigen der US-Streitkräfte gegründet, und nach Auflösung des Amerikanischen Standortes 1998 an die Deutschen Clubmitglieder übergeben. Von der Anlage aus bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt Augsburg.
Zweck des Vereines ist die Förderung, Vermittlung und Wahrung der Heimatpflege und des bayerischen Brauchtums. Dies soll insbesondere durch das traditionelle Aufstellen des Maibaumes in Leitershofen und der Organisation der dazugehörigen Maifeier erfolgen.
Der TSV Deuringen ist ein Sport- und Kulturverein mit über hundertjähriger Tradition. Er hat eine neu gebaute, moderne Sporthalle mit Gymnastik- und Ballettsaal, die durch ihre Lage am Wald eine einzigartige Atmosphäre besitzt. Dazu gibt es eine hochwertige, renovierte Halle mit Bühne für Sport und Kultur und eine schöne, am Waldrand gelegene Tennisanlage mit eigenem Sportheim.
Der Männerchor Stadtbergen - mit seiner über 100-jährigen Tradition - ist eine Gemeinschaft von ca. 60 aktiven Sängern. Die Pflege kultureller Werte, aber auch die Bereitschaft, moderne und zeitgenössische Chorliteratur vorzutragen, ist dem Chor ein Anliegen. Zum Repertoire gehört das traditionelle Volkslied ebenso, wie festliche (Kirchen-) Konzerte, aber auch durch Show und Rhythmus geprägte Auftritte, zusammen mit einer Big Band, Solosängern, einem Kinderchor oder einem Blasorchester. Das Anliegen ist, durch musikalische Vielfalt und zeitgemäßer Präsentation, den Zuhörern Freude an der Musik und am Musizieren zu vermitteln.
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