Subaru


Dieser Artikel befasst sich mit der Automobilmarke Subaru, für weitere Bedeutungen siehe Subaru (Begriffsklärung).
Subaru
Unternehmensform
Gründung FHI Gründung 7. Juli 1953
der erste Subaru wurde 1954 produziert
Unternehmenssitz JapanJapan Ōta (Gunma), Japan
Unternehmensleitung

Fujio Chō (Vorsitzender)
Katsuaki Watanabe (Präsident)

Mitarbeiter 11,998
Umsatz Verlust 300,000,000 (JPY) (2007)
Branche Automobilbau
Website www.subaru-global.com
Der Subaru 360, eins der ersten Modelle von Fuji Heavy Industries (FHI)
Der Subaru 360, eins der ersten Modelle von Fuji Heavy Industries (FHI)

Subaru (Spitzname: Scooby) ist eine japanische Automobilmarke der Firma Fuji Heavy Industries (FHI). Obwohl Subaru der größte Hersteller von Allradantriebs-Pkw ist, ist er im Vergleich zu vielen seiner Mitbewerber im Automobilbereich sehr klein, aber trotzdem seit Jahren hochprofitabel. Subaru war neben Jeep und Land Rover die einzige Marke, deren Fahrzeuge für den europäischen Markt ausschließlich mit Allradantrieb ausgeliefert wurden, bis im Jahr 2007 der neue Justy diese Tradition beendete.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft des Firmenlogos

Das erste Fahrzeug von FHI wurde 1954 gebaut und nach dem Sternhaufen der Plejaden benannt, der auf Japanisch Subaru heißt (wörtlich: sich zusammentun). In Deutschland nennt man die Plejaden, aufgrund der gut zu erkennenden sieben Sterne, auch Siebengestirn, in Japan werden jedoch nur sechs Sterne gezählt, sodass das Firmenlogo von Subaru nur diese sechs aufweist. Das Vorbild wurde ausgewählt, weil der Sternenhaufen von alters her in Japan bekannt ist und sich die Firma FHI einst aus sechs verschiedenen Firmen zusammenschloss. Das Firmenlogo symbolisiert dieses Gestirn.

Besonderheiten

Subaru ist bekannt für seine Fahrzeuge mit permanentem Allradantrieb, den Subaru als Symmetrical AWD bezeichnet (ein Hinweis auf die symmetrische Auslegung des Allradantriebes), und für die Nutzung von Boxermotoren, die durch die geringe Bauhöhe zu einem tiefen Schwerpunkt beitragen und durch den bauartbedingten guten Masseausgleich sehr laufruhig sind.

Die Fahrzeuge sind größtenteils auch mit einem so genannten Hill-Holder ausgestattet. Der Hill-Holder ist eine Rückrollbremse, die den Bremsdruck beim Anhalten an Steigungen auch dann aufrecht erhält, wenn der Fahrer den Fuß vom Bremspedal nimmt. Die Bremse wird erst beim erneuten Anfahren wieder freigegeben. Durch dieses System wird ein Zurückrollen des Fahrzeugs an Steigungen vermieden und somit das Anfahren erleichtert.

Eine weitere Besonderheit stellt die Tatsache dar, dass alle, mit Ausnahme der WRX und GT Versionen des Impreza, in Deutschland angebotenen Subaru-PKW mit Schaltgetriebe mit einer Geländeuntersetzung (Reduktion) ausgestattet sind. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen auf dem deutschen Markt vertretenen Fahrzeuganbietern.

Die meisten Subaru-PKW besitzen rahmenlose Scheiben.

Ferner gehört oft ein so genannter Brightschalter zur Fahrzeugausstattung, durch den das Abdimmen der Instrumentenbeleuchtung bei eingeschaltetem Fahrlicht geregelt werden kann. Diese Ausstattungsdetails sollen in bestimmten Kundenkreisen sogar Kultstatus genießen. Seit einigen Jahren werden Subaru-Fahrzeuge aller Serien auf Wunsch auch mit einer Autogasanlage ausgeliefert, wodurch die Umweltbilanz verbessert wird und sich die Verbrauchskosten verringern. Bis zum 30. Juni 2007 bot Subaru diese ecomatic den Kunden sogar ohne Mehrpreis an.

Subaru hat den ersten serienmäßigen PKW-Diesel-Boxermotor der Welt entwickelt. Die Markteinführung in Deutschland ist Anfang 2008 geplant. Es ist zu erwarten, dass damit neue Käuferkreise erschlossen bzw. Kunden zurückgewonnen werden.

In den 90er Jahren erwarb Subaru die Namensrechte des Blitzen-Benz von Mercedes. Seither wurden mehrere sportliche Sondermodelle des Legacy produzierte. Der Name ist in Japan ein Mythos, die Legacy Blitzen Modelle geniessen deswegen Kult-Status.

Geschichte des Allradantriebs

Subaru XT (1985)
Subaru XT (1985)

Bereits 1972 stellte Subaru mit dem Subaru Leone 4WD Station Wagon den ersten Großserien-PKW der Welt mit zuschaltbarem Allradantrieb vor. Das Fahrzeug war, wie bei Subaru üblich, mit einem Boxermotor ausgestattet. Zurückzuführen war dieses Angebot auf die Ausschreibung eines japanischen Versorgers, der einen kompakten Wagen mit Allradantrieb benötigte, um auch abseits liegende Strom- und Versorgungsleitungen überprüfen und warten zu können. Subaru gewann diese Ausschreibung, man entschloss sich, den Wagen auch auf den regulären Verbrauchermarkt zu bringen. Erst acht Jahre später, im Jahr 1980, brachte Audi mit dem Audi quattro ein Großserien-Straßenfahrzeug mit permanentem Allradantrieb auf den Markt. Bei Subaru wurde der permanente Allradantrieb erst 1987 mit dem Subaru XT eingeführt. Bis 1994 wurden, je nach Modell, eine der beiden Techniken eingesetzt, ab 1994 dann nur noch der permanente Allradantrieb, der seitdem als AWD bezeichnet wird. Den Leone Turbo gab es hingegen seit 1987 mit permanentem Allradantrieb, als Automatik-Version 4EAT und als 5 Gang Schaltgetriebe mit sperrbarem Mitteldifferential. Die Leone Saug-Versionen und der Legacy ab 1989 hatten jedoch bis zuletzt zuschaltbaren Allrad.

Subaru im Autosport

Rallye-Weltmeisterschaft

Petter Solberg bei der Zypern-Rallye 2006 auf Schotter
Petter Solberg bei der Zypern-Rallye 2006 auf Schotter

Seit 1990 kämpft Subaru mit modifizierten Versionen seiner Fahrzeuge, zuerst mit dem Subaru Legacy und ab 1993 mit dem Subaru Impreza, um Erfolge in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft WRC (World Rally Championship). Subaru fährt jedoch seit den 70er Jahren Rallyes, unter anderem mit dem Leone 1800 Turbo Hardtop Coupe(EA81), dem Vivio und dem Leone Turismo Turbo (EA82).

Das Team und seine Fahrer waren dabei schon mehrmals erfolgreich. So wurde man in den Jahren 1995, 1996 und 1997 Erster der Teamwertung. Außerdem gewannen 1995 Colin McRae, 2001 Richard Burns und 2003 Petter Solberg jeweils die Fahrerwertung der WRC.

In den anderen Jahren belegte das Subaru World Rally Team bzw. belegten seine Fahrer zumeist zweite oder dritte Plätze.

Sonstige

1997er Subaru Legacy Kombi
1997er Subaru Legacy Kombi

Auch bei anderen Rallyes werden wegen des Serien-Allradantriebs häufig Subaru-Fahrzeuge eingesetzt.

Außerdem stellte der Subaru Legacy in den 90ern mehrere Ausdauer- und Geschwindigkeits-Rekorde für Serienfahrzeuge auf, wie z.B. den für den schnellsten Serienkombi.

Ein Subaru Impreza wird auch in der GT300 Klasse der Japanischen GT Meisterschaft (Super GT) eingesetzt.

Der Subaru Impreza wird seit 2005, auch im japanischen D1 Drift Grand Prix eingesetzt.

Kooperationen

Von 2000 bis Oktober 2005 hielt General Motors einen 20%-igen Anteil an Fuji Heavy und es wurden einige Auto-Modelle gemeinsam entwickelt und vermarktet. So wurde z. B. der Saab 9-2X auf Basis des Subaru Impreza entwickelt, oder der Subaru Traviq (der nicht in Deutschland erhältlich war) auf Basis des Opel Zafira. Auch wurde überlegt, ein neues Modell des Justy auf Basis des Opel Corsa auf den Markt zu bringen, was dann aber doch nicht verwirklicht wurde.

Seit Oktober 2005 besteht eine Kooperation zwischen Fuji Heavy und Toyota. Toyota ist mit ca. 8,7% Prozent an Fuji Heavy beteiligt. Es sollen gemeinsam diverse neue Modelle entwickelt werden. Als erstes Ergebnis dieser neuen Kooperation wird der Daihatsu Sirion der Toyota-Tochter Daihatsu ab September 2007 als eine neue Version des Subaru Justy verkauft.Neben einem Produktionsauftrag für Toyota Modelle in den USA erhält Subaru voraussichtlich auch Zugang zur Hybrid-Technik von Toyota.[1]

Früher fertigte Fuji Heavy zusammen mit Suzuki in deren Werk in Esztergom/Ungarn (Magyar Suzuki) die weitgehend identischen Fahrzeuge Subaru Justy und Suzuki Ignis (vorher Suzuki Swift). Diese Zusammenarbeit wurde aber nach dem Ende der Beteiligung von General Motors an Fuji Heavy ebenfalls beendet (Suzuki befindet sich ebenfalls teilweise im Besitz von General Motors).

Seit 1988 betrieb Subaru of America in Ohio/USA ein Werk zusammen mit Isuzu als Joint-Venture, in dem u. a. der Subaru Outback und Fahrzeuge von Isuzu gefertigt wurden. 2003 kaufte Fuji Heavy die Anteile von Isuzu und betreibt das Werk seitdem in Eigenregie (Subaru of Indiana Automotive). Seit April 2007 werden dort im Auftrag zusätzlich Toyota Camry gefertigt.

Produktionszahlen

  • 2004: 592.678 Stück
  • 2003: 548.422 Stück
  • 2002: 541.018 Stück
  • 2001: 568.870 Stück
  • 2000: 581.368 Stück

Modelle

Europa, Japan und USA

Subaru Forester
Subaru Forester
Subaru Legacy
Subaru Legacy
AMI-Präsentation des R1
AMI-Präsentation des R1
  • Subaru 360 1958–1971
  • Subaru 700
  • Subaru 1000
  • Subaru Alcyone (entspricht dem Subaru XT bzw. SVX)
  • Subaru Leone
  • Subaru Loyale (entspricht der L-Serie)
  • Subaru R1 (sprich: run)
  • Subaru R2 (Längere Version des R1)
  • Subaru Sambar
  • Subaru Stella
  • Subaru Traviq (entspricht dem Opel Zafira)
  • Subaru Casa Blanca 1999-2000 (auf Basis des Impreza)
  • Subaru Pleo
  • Subaru Exiga

Studien

Der B11S, auf der IAA im Jahr 2003
Der B11S, auf der IAA im Jahr 2003
  • B5-THP
  • B9SC
  • B11S

Trivia

  • Subaru veröffentlicht in Japan eine Autozeitschrift namens Cartopia, von dieser sind bisher über 400 Ausgaben erschienen. In Deutschland veröffentlicht Subaru eine Kundenzeitschrift namens Drive[2]
  • Einen 12 Zylinder Boxermotor für die Formel 1 entwickelte Subaru, der aber nur kurz von Enzo Coloni Racing Car Systems (Coloni) 1990 eingesetzt wurde.[3]
  • Seit 1980 ist Subaru in Deutschland durch die Subaru Deutschland GmbH in Friedberg vertreten.
  • Am 8. Februar 2008 gab Subaru bekannt, dass alle Modelle ab Baujahr 1991 bedenkenlos mit E10-Kraftstoff betrieben werden können.

Weblinks

Fußnoten

  1. http://www.autokiste.de/index.htm?site=/psg/0603/5143.htm
  2. [1] Einige Drive Ausgaben zum download
  3. [2] Berichte über den Formel-1-Einsatz von Subaru

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