Substanz ist nach dem lateinischen Wort substantia „das, woraus etwas besteht“.
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Umgangssprachlich steht das Wort oft synonym für einen chemischen Stoff im allgemeinen, in einem engeren Sinn der Chemie wird die Bezeichnung Substanz auf Stoffe in fester Form (Feststoffe) beschränkt, im Gegensatz zu Flüssigkeiten und Gasen.
In der Medizin und Pharmazie wird der Begriff v. a. angewandt für
Häufig wird der Begriff Substanz auch im Sinne von „wichtige Stoffe“ verwendet, z. B. „etwas geht an die Substanz“. Dies bedeutet, (im stofflichen/medizinischen Sinne) dass die Vorräte aufgebraucht sind und nun die Grundlagen angegangen werden. Im psychologischen Sinne „geht etwas an die Substanz“, wenn die persönlichen Schutzmechanismen (Abwehr, Verdrängung...) nicht mehr greifen.
In der Philosophie wird der Begriff für das Essentielle, Wesentliche, Dauernde oder Multikausale verwendet. Er ist jedoch nicht immer gleich belegt. Platon versteht die Substanz (ousia) metaphysisch, Aristoteles versteht sie physisch, als das was in sich selbst existiert, im Gegensatz zum Akzidenz, das in einem anderen existiert. René Descartes sieht in platonisch-augustinischer Tradition das als Substanz, was existiert und nichts Anderes zu seiner Existenz voraussetzt.
Der Monismus (zum Beispiel Spinoza, der einen Pantheismus vertrat) ist der Meinung, es gebe nur eine einzige Substanz (die dann in vielen Anschauungen auch mit Gott gleich zu setzen sei), der Dualismus unterscheidet zwei Substanzen. René Descartes unterscheidet beispielsweise die denkende (res cogitans) und die sich ausdehnende Substanz (res extensa). Für andere wiederum existieren viele verschiedene (Kant) oder unendlich viele Substanzen (bei Leibniz Monaden).
In der Theologie wird der Begriff der Substanz u.a. in der Gotteslehre, der Trinitätslehre, der Christologie und der Transsubstantiationslehre verwendet. Die klassische theologische Position versteht Gott als einfache Substanz (nicht aus Wesensteilen zusammengesetzt), aber dreieinig, wobei diese Dreiheit aber jeder numerischen Distinktion vorausliegt. Die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi wird als substantiell geeint verstanden. Gelehrt wird klassischerweise ein Austausch der Substanzen von Brot und Wein durch jene von Leib und Blut Christi, während die akzidentellen Eigenschaften (zu schmecken wie Brot usw.) oberflächlich bestehen bleiben. Eine Entwicklung dieser Lehren wird in den entsprechenden Hauptartikeln dargestellt.
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