Als Supermacht bezeichnet man einen Staat, der globale Entwicklungen aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten und Potentiale beeinflusst und bestimmt. Einfluss besteht weltweit auf Staaten und die Beziehungen zwischen Staaten.
Globale politische Durchsetzungsfähigkeit und Einflussmöglichkeiten ergeben sich aus dem wirtschaftlichen, industriellen, technologischen, finanziellen und militärischen Potential dieses Staates. Kennzeichnend ist insbesondere die Fähigkeit zur weltweiten militärischen Machtprojektion einschließlich des Besitzes strategischer Nuklearwaffen. Eine Supermacht hat in der Regel den Status einer Seemacht.
Antrieb politischen Handelns ist eine entwickelte Staatsphilosophie oder auch Ideologie, deren Ziele durch die Gesellschaft getragen, kulturell verinnerlicht und als Einflusspotential im Weltmaßstab wirkt.
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Vertreter waren nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinigten Staaten (USA) und die Sowjetunion (UdSSR). Mit der Auflösung der Sowjetunion 1991 verblieben nur noch die USA als Supermacht. Die Volksrepublik China dagegen wird oft als die kommende, zweite Supermacht neben den USA bezeichnet.[1] [2]
In der Antike war die „Welt“ und Machtausübung in dieser Geographie zum Beispiel im Mittelmeerraum bekannt als Ökumene, die nur einem Bruchteil der bekannten Erde umfasste. Dieser Begriff bedeutete ein Gebiet unter einem Herrscher mit auch nach außen vertretenden Machtanspruch, Frieden, wirtschaftlichem Wohlergehen und einheitlicher Kultur wie das Römische Reich. Das Mittelalter folgte ähnlichen Überlegungen wie zum Beispiel das Frankenreich. Die Entdeckungen der frühen Neuzeit erbrachte ein neues Verständnis des geographischen Begriffes „Welt“. Für die Machtausübung in dieser Geographie ist das Britische Empire ein gutes Beispiel. Die aufgeführten Staaten waren in ihrer Zeit entsprechend der heute geläufigen Definition Großmächte.
Die herausragende Rolle, Bedeutung und Potentiale der Großmächte USA und der UdSSR im Verlauf des Zweiten Weltkrieges, während des Konfliktes zwischen der NATO (North Atlantic Treaty Organization) und den Warschauer Vertragsstaaten nach dem Kriege und der Besitz strategischer Nuklearstreitkräfte führte zur Einführung des Begriffes Supermacht für diese Großmächte. Nach 1990 und dem Zusammenbruch der UdSSR als führenden Macht des WP und COMECON (Council for Mutual Economic Aid) wurde der Begriff Hypermacht für die USA als einzig verbleibenden Supermacht geprägt.
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