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| Technische Universität Darmstadt | |
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| Motto | mens agitat molem (Der Geist bewegt die Materie) |
| Gründung | 10. Oktober 1877 |
| Ort | Darmstadt |
| Bundesland | Hessen |
| Staat | Deutschland |
| Leitung | Präsident: Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel |
| Studenten | 17.910 (WS 07/08) |
| Mitarbeiter | 3.074 (2004) davon Wissenschaftler: 2.109 davon Professoren: 378 |
| Jahresetat | Landesmittel: 210,8 Mio. EUR (2007) Drittmittel: 82,2 Mio. EUR (2007) |
| Website | www.tu-darmstadt.de |
Die Technische Universität Darmstadt (kurz: TU Darmstadt[1]) ist die erste autonome Universität der Bundesrepublik Deutschland.
Sie ist eine der führenden Universitäten in Deutschland, die vor allem wegen Ihrer Forschungen und Leistungen im Bauingenieurwesen, in der Elektrotechnik, Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft und Informationstechnik sowie dem Maschinenbau international bekannt ist. Zusätzlich ist die Universität Mitglied im Universitätsverbund der TU 9.
Inhaltsverzeichnis |
Die polytechnische Schule zu Darmstadt wurde am 10. Oktober 1877 durch Verleihung des Titels Technische Hochschule zu Darmstadt von Ludwig IV., Großherzog von Hessen und bei Rhein, in den Universitätsstatus erhoben. Damit erfolgte auch eine Änderung der Aufnahmebedingungen, die nunmehr das Abitur voraussetzten. 1899 wurde der TH Darmstadt das Promotionsrecht zuerkannt. Um den Universitätsrang international zu verdeutlichen, änderte die Technische Hochschule am 1. Oktober 1997 ihren Namen in Technische Universität (TU Darmstadt).
Schon von Anfang an litt die TH Darmstadt unter finanziellen Engpässen im armen Großherzogtum Hessen, so dass 1881/1882 offen über eine Schließung geredet wurde. Doch die Hochschule und die Regierung wagten mutig einen Schritt nach vorne und gründeten 1882 die weltweit erste Fakultät für Elektrotechnik. Ihr erster Professor wurde Erasmus Kittler, der 1883 den ersten Studiengang für Elektrotechnik überhaupt einrichtete. Die rasant ansteigende Zahl der Studierenden verhinderte die Schließung und das Fächerangebot konnte ausgebaut werden. Das Papieringenieurswesen und die Luftschifffahrt und Flugtechnik kamen hinzu.
Die TU Darmstadt war für ausländische Studenten schon immer sehr attraktiv. Insbesondere der Studiengang Elektrotechnik zog viele ausländische Studenten – im wesentlichen aus Osteuropa – an. So waren 1906 75 % aller Studenten der Elektrotechnik ausländische Studenten.
1933 wurde auch die TH Darmstadt im Zuge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gleichgeschaltet. Jüdische Wissenschaftler verloren ihre Stelle und wurden gezwungen ins Exil zu gehen. Auch der mit einer Jüdin verheiratete Gerhard Herzberg, der 1971 den Nobelpreis für Chemie verliehen bekam, verließ deswegen die TH Darmstadt.
Im September 1944 wurden 80 % von Darmstadt durch einen Bombenangriff zerstört, darunter litt auch die im Zentrum liegende Technische Hochschule. 1945 von den Alliierten geschlossen, wurde sie von Christoph Miller bis 1946 wiederaufgebaut und wiedereröffnet. Bereits 1947 fand der erste Kongress für Ingenieursausbildung (IKIA) statt.
Seit den 1960er Jahren wird, gefördert durch ständig steigende Studentenzahlen, der Ausbau der Technischen Universität Darmstadt immer weiter vorangetrieben.
Seit dem 1. Januar 2005 ist die TU Darmstadt als erste deutsche Universität autonom. Es sollen neue Entscheidungsstrukturen erprobt werden, u. a. kann die Hochschule den Haushalt und die Liegenschaften selbst verwalten und selbständig mit Professoren über ihr Gehalt und ihre Ausstattung verhandeln und sie ernennen.
Die TU Darmstadt konnte sich im Herbst 2007 erfolgreich einen Anteil der von Bund und Länder ausgeschütteten Gelder der Exzellenzinitiative sichern. Mit diesem achtbaren Erfolg unterstreicht die TU Darmstadt ihren Anspruch, zu den besten Universitäten in Deutschland zu gehören.
Im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Forschungsfeld der Politikwissenschaft werden in den kommenden fünf Jahren 33 Millionen Euro an die beiden beteiligten Hochschulen Universität Frankfurt und TU Darmstadt ausgeschüttet werden.
Zusätzlich wird an der TU Darmstadt eine Graduiertenschule eingerichtet, die Graduate School of Computational Engineering „Beyond Traditional Sciences“ die mit einer Million Euro pro Jahr gefördert wird. Zudem wird das geplante Forschungscluster „Smart Interfaces“ (Intelligente Oberflächen) im Rahmen des Programms von Bund und Ländern in den nächsten Jahren mit jährlich 6,5 Millionen Euro gefördert.
Die Universität nummeriert ihre Gebäude durchgehend nach einem Schema:
So lassen sich alle Gebäude und Räume eindeutig bezeichnen.
Der älteste Standort der Universität befindet sich im so genannten Hochschulviertel der Darmstädter Innenstadt. Das Gebiet zwischen Herrngarten, Schloss und Darmstädter Altstadt teilt sich in drei Abschnitte auf. Im Mittelpunkt befindet sich der Abschnitt S1 rund um das Alte Hauptgebäude (S1|03). Dort liegen die Institute der Fachbereiche Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie, Maschinenbau und Papierwissenschaft. Am Karolinenplatz befindet sich das neue Hauptgebäude (S1|01) mit dem Audimax und der Universitätsverwaltung und daneben die Mensa (S1|11) mit der Verwaltung des Darmstädter Studentenwerks. Ein vielfältiges Kulturprogramm bietet die Stoeferlehalle, besser bekannt unter ihrer Grundfläche 603qm, die tagsüber als Café benutzt wird.
Der nördliche Abschnitt S2 zwischen Herrngarten und Prinz-Georgs-Garten ist Standort für die Fachbereiche Mathematik, Physik und Informatik. Das älteste Gebäude ist das Institutsgebäude (S2|08) an der Hochschulstraße gegenüber dem Alten Hauptgebäude. Es stammt noch aus der Gründungszeit der Hochschule und wird heute von den Physikern genutzt. Das 1937 erbaute damalige Chemie-Institut (ehemals Eduard-Zintl-Gebäude, heute Robert-Piloty-Gebäude), wurde 2005 komplett renoviert und steht seitdem den Informatikern zur Verfügung.
Der südliche Abschnitt S3 ist geprägt vom Darmstädter Residenzschloss, welches von der Universität genutzt wird und unter anderem die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt beheimatet. Der Schlosskeller wird als studentischer Partykeller genutzt. Während im Schloss der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und teilweise der Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften residiert, befinden sich die Institute der Elektrotechniker in den umliegenden Neubauten. Das sechseckige Hexagon wird von mehreren Fachbereichen als Hörsaal benutzt.
Weitere Gebäude sind über die Darmstädter Innenstadt verstreut und tragen die Sammelstandortbezeichnung S4.
Im 4. Quartal des Jahres 2006 kamen die Bauarbeiten im Alten Hauptgebäude zum Abschluss. Diese Baumaßnahmen beinhalteten vor allem die Modernisierung der beiden großen Hörsäle im 3. Obergeschoss. Beide verfügen jetzt unter anderem über Wireless-LAN-Internetzugang, elektrisch verstellbare Tafeln und neue Sitzreihen.
Im Dezember 2006 wurde die Sanierung des Westflügels S2|01 des Alten Hauptgebäudes abgeschlossen. Diese Baumaßnahme beinhaltete unter anderem die Sanierung des Dachgeschosses und eine Neugestaltung der Korridore und des zentralen Treppenhauses. Außerdem wurde der Brandschutz auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Ende 2007 wurde das neue Kongresszentrum darmstadtium mit zugehörigem Kongresshotel eingeweiht. Das Konferenzzentrum befindet sich gegenüber dem Darmstädter Residenzschloss im Abschnitt S3. Das neue Kongresshotel grenzt als L-förmiger moderner Bau unmittelbar an das Zentrale Hörsaalgebäude (S1|01) mit dem Audimax. Beide Bauwerke sind über eine unterirdische Passarelle miteinander verbunden.
Während der Bauarbeiten am Kongresszentrum und am Kongresshotel wird auch das zentrale Hörsaalgebäude Audimax entkernt und bis 2009 aufwändig saniert. Die Bauarbeiten an dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Betonbau aus den 70er Jahren beinhalten unter anderem Abdichtungsmaßnahmen am Dach, eine Modernisierung des Brandschutzes mit einer Hörsaalerweiterung und die sukzessive Sanierung der einzelnen Hörsäle. Hinzu kommt ein moderner Neubau eines Empfangsgebäudes, das im Oktober 2008 bezogen wird. Die Baumaßnahmen beinhalten auch eine Sanierung des zentralen Verwaltungsgebäudes (Uni-Hochhaus) und die Neugestaltung der Fassade.
2007 haben die vorbereitenden Baumaßnahmen für einen Neubau der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ULB) hinter dem Alten Hauptgebäude, vor dem Haupteingang der Mensa-Stadtmitte begonnen. Die Bauarbeiten beinhalteten auch den mittlerweile erfolgten Abriss des alten Kraftwerkgebäudes östlich des Alten Hauptgebäudes. Der futuristische, spiralförmig angelegte Neubau soll bis 2010 fertiggestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt soll nach der Planung der Universität die ULB vom Schloss in das neue Gebäude umziehen. Außerdem sollen mehrere Fachbereichsbibliotheken in dem neuen Gebäude untergebracht werden.
Die Lichtwiese liegt im Südosten der Darmstädter Kernstadt zwischen Nieder-Ramstädter Straße und Bahndamm der Odenwaldbahn.
Sie wurde erstmals 1924 von der TH genutzt, damals als Flugplatz der Akademischen Fliegergruppe. Der Flugplatz wurde weiter ausgebaut und konnte sich eine Zeit als internationaler Flughafen behaupten. Nach dem Niedergang des Flughafens ging die Lichtwiese in den 1960ern wieder in den Besitz der Universität über, die wegen akutem Platzmangel einige Institute dorthin verlegte. Neben den Instituten der Chemiker, Architekten, Maschinenbauer, Bauingenieure und Materialwissenschaftler hat der Campus eine eigene Mensa mit dem Biergarten Lichtwiesn.
Die Verkehrsanbindung gilt als problematisch. Nur eine Darmstädter Stadtbuslinie fährt zum abgelegenen Campus. Im Juni 2007 wurde der Haltepunkt TU-Lichtwiese der Odenwaldbahn eröffnet, um diesen Mangel zu beheben. Der Standort Lichtwiese erhält dadurch Direktverbindungen aus Richtung Odenwald und Darmstadt Hbf. Seit Dezember 2007 halten auch die Züge von/nach Frankfurt dort.

Auch für den Campus Lichtwiese plant das Baudezernat eine Sanierung des Gebäudebestandes innerhalb der nächsten Jahre. Es soll der Gebäudekomplex aus den 1970er Jahren, in dem der Fachbereich Chemie untergebracht ist, entkernt und saniert werden.
Hinter dem Gebäudekomplex des Fachbereichs Maschinenbau wurde eine neue Maschinenbauhalle fertiggestellt. Des Weiteren ist ein zentrales Hörsaalgebäude geplant, das auf der zentralen Freifläche des Campus errichtet werden soll. Für den neuen Forschungsbereich Smart Interfaces begannen im Sommer 2008 die Bauarbeiten für ein neues Gebäude.
In 13 Fachbereichen bietet die Technische Universität Darmstadt von „Angewandte Geowissenschaften“ bis „Wirtschaftswissenschaften“ mehr als 90 Studiengänge an.
Daneben existieren noch die Studienbereiche Computational Engineering, Informationssystemtechnik und Mechanik.
In der Stoeferlehalle (auch 603qm), einer ehemaligen Maschinenhalle der TU Darmstadt, finden mittlerweile vielfältige Kulturveranstaltungen statt. Diese werden vom Arbeitskreis Stoeferlehalle unter dem Dach des AStA der TU organisiert. Eine weitere vom AStA betriebene Kultureinrichtung ist der Schlosskeller im Darmstädter Schloss.
Mit diesen Einrichtungen beteiligt sich die TU Darmstadt auch am kulturellen Leben Darmstadts. Mit verschiedenen Programmen und Serviceeinrichtungen wie zum Beispiel „TUD Experience“, Wohnraumservice, Studienbegleitprogramm, Buddyprogramm unter anderem trägt die TU Darmstadt dazu bei, dass die Studierenden ihr Studium begeistert und erfolgreich abschließen – in einer lebenswerten Stadt, die sich mit ihren erstklassigen Musik-Locations überregional Respekt verschafft hat.
Der Anteil an internationalen Studierenden ist an der TU Darmstadt mit 22 Prozent (WS 2006/07) erheblich höher als der Durchschnitt an deutschen Universitäten, zur Zeit (WS 07/08) sind es 4044 internationale Studierende. Insgesamt hat die TU Darmstadt mehr als 100 Partneruniversitäten auf der ganzen Welt und ist Mitglied in mehreren europäischen Netzwerken (CESAER, TIME, CLUSTER, EUA). Das European Credit Transfer System wurde für nahezu alle Kurse eingeführt. Im Jahr 2002 erhielt die TU Darmstadt den Preis des Auswärtigen Amts und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland.
Für die Betreuung von internationalen Studierenden gibt es AEGEE-Darmstadt. Durch diese studentische Hochschulgruppe werden jedes Semester Integrationswochen für ankommende Studierende veranstaltet.
Zudem bietet die TU Darmstadt zur Zeit (WS 2007/2008) 328 Austauschmöglichkeiten an 137 Universitäten in 23 Ländern an.
Das Logo der TU Darmstadt stellt die griechische Göttin Athene in einer künstlerischen Ausarbeitung des Schweizer Graphikers Hermann Eidenbenz dar, der unter anderem auch die Banknoten der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizer Eidgenossenschaft gestaltet hat. Im Logo der TU Darmstadt ist eine Variante des „Eidenbenz“-Löwen integriert, die häufig mit dem hessischen Löwen in Verbindung gebracht wird. Ein ähnlicher Löwe aus der Kreation von Eidenbenz wird heute als Signet der Stadt Braunschweig verwendet.
| Hochschulpolitische Gruppe | Sommersemester (Wahlbeteiligung) | ||
|---|---|---|---|
| 2006 (31 %) | 2007 (31 %) | 2008 (31 %)[2] | |
| Fachwerk – Liste der Fachschaften | 17 | 14 | 13 |
| Jusos und Unabhängige | 5 | 10 | 9 |
| Die Grünen | 4 | 4 | 5 |
| Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und Junge Union (JU) | 4 | 3 | 4 |
| Bürokratie weg! | 1 | – | – |
| gesamt | 31 | ||
49.8758.656944444447Koordinaten: 49° 52′ 30″ N, 8° 39′ 25″ O
RWTH Aachen | TU Berlin | TU Braunschweig | TU Darmstadt | TU Dresden | Universität Hannover | Universität Karlsruhe (TH) | TU München | Universität Stuttgart
Universitäten: Technische Universität Darmstadt | Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main | Frankfurt School of Finance & Management | Theologische Fakultät Fulda | Justus-Liebig-Universität Gießen | Universität Kassel | Philipps-Universität Marburg | European Business School | Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen | Lutherische Theologische Hochschule Oberursel
Fachhochschulen: accadis Hochschule Bad Homburg | Evangelische Fachhochschule Darmstadt | Hochschule Darmstadt | Wilhelm Büchner Hochschule | Fachhochschule Frankfurt am Main | Hochschule Fulda | Fachhochschule Gießen-Friedberg | Archivschule Marburg | Verwaltungsfachhochschule Rotenburg a.d. Fulda | Fachhochschule Wiesbaden | Hochschule Fresenius | Hochschule für Gesetzliche Unfallversicherung | Private Fachhochschule Nordhessen | Provadis School of International Management and Technology | Verwaltungsfachhochschule Hessen
Kunst- und Musikhochschulen: Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main | Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule | Kunsthochschule Kassel | Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
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