Turmuhr


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Berühmte Turmuhr:
Big Ben in London

Turmuhren sind große, weithin sichtbare, zumeist an Kirchtürmen eingerichtete Uhren. Des Öfteren sind sie mit einem Glockenmechanismus verbunden, um die Zeit auch akustisch bekanntzugeben. In der Regel sind Zifferblätter nach allen vier Himmelsrichtungen hin angebracht.

Turmuhren waren die ersten mechanische Uhren überhaupt und fanden gegen Ende des Mittelalters weite Verbreitung. Uhren waren zu dieser Zeit sehr teuer, so dass eine Turmuhr für alle Bewohner eines Ortes einen Nutzen brachte und die Zeit vorgab. Zunächst hatten sie nur Stundenzeiger, für genauere Zeitangaben bestand kein Bedarf.

Auf dem Zifferblatt der Kirchenturmuhren ist bei römischen Zahlen oft die 4 als 'IIII' dargestellt und nicht wie bei den Römern üblich als 'IV'. Die "falsche" Darstellung wird aus Symmetriegründen gewählt. Es entsteht zum einen durch die 'IIII' ein optisch gleichwertiges Gegengewicht zur 'VIII'. Zudem kommen dann alle Zahlenarten gleich oft vor (je vier Strich-, V- und X-Zahlen). Bis heute sind beide Schreibweisen üblich, richtig und ihre Auswahl reine Geschmackssache.

Turmuhren dienten der Zeiteinteilung für liturgische Zwecke (der Gebetszeiten) sowie der Einteilung des Arbeitstages.

Das Zifferblatt einer Turmuhr ist schwer zugänglich (Seilunterstützte Zugangstechniken am Moskauer Kreml)

Die ersten mechanischen Uhren waren noch so ungenau, dass man sie mit Hilfe von Sonnenuhren nachstellen musste. Eine sehr frühe deutschsprachige Gebrauchsanweisung zur Regulierung einer Turmuhr [1] mit einer so genannten "Waagbalkenhemmung" ist aus dem Jahr 1385 bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Bekannte Turmuhren

Siehe auch

Literatur

Christian Pfeiffer-Belli / Christoph B. Konrad: Uhren-Museen und bedeutende Sammlungen in Europa und Übersee. Nikol Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg 1992, ISBN 3-933203-09-0. 160 Seiten.

Quellen

  1. Gebrauchsanweisung zur Regulierung einer Turmuhr, auf staluzern.ch

Weblinks







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