Umspannwerk Recklinghausen


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Umspannwerk Recklinghausen
Die ‚Arbeitsseite‘ des Umspannwerks
Die beiden 110 kV Trafos, jetzt ‚außer Haus‘

Das Umspannwerk Recklinghausen ist Sitz des „Museums Strom und Leben“ in Recklinghausen. Untergebracht ist das Museum im am 17. Februar 1928 fertiggestellten, denkmalgeschützten VEW-Umspannwerk Recklinghausen-Süd.

Die Unterbringung des Umspannwerkes in einem festen Gebäude war die Reaktion des damaligen Betreibers Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen auf die schwierigen Umweltbedingungen. In der direkten Nähe zum Gebäude befinden sich Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Daher musste in der Umgebung häufig mit Nebel gerechnet werden, der sich als Feuchtigkeit auf den Isolatoren niederschlagen würde. Zusammen mit Ruß und Kohlenstaub von Steinkohlenbergwerken, in der näheren und weiteren Umgebung hätten sich leicht Kurzschlüsse einstellen können.

Sämtliche Einheiten des Umspannwerkes wie die Trennschalter, Lastschalter, Messwandler und Transformatoren wurden daher in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht. Transformiert wurde hochgespannter Strom von 110 kV (Kilovolt) auf eine Mittelspannung von 10 kV für die Verteilung in der Stadt.

Im Zuge einer Modernisierung der Schaltanlagen ergaben sich freie Räume im Gebäude, die zusammen mit einem neuen Anbau dem Strommuseum und dem Firmenarchiv Platz boten.

Im Museum kann man die Geschichte der Elektrizität von den Anfängen (Entdeckung der Galvanischen Elektrizität durch den italienischen Physiker Alessandro Volta) bis zum heutigen täglichen Gebrauch in Haushalt und Industrie besichtigen. Die Sammlung des Museum umfasst unter anderem eine große Anzahl von Exponaten und Werbematerialien für die Elektrizitätsnutzung aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Als weitere Besonderheit enthält das Museum Fassadenteile des Gemeinschaftswerkes in Hattingen. Das um 1990 stillgelegten Kohlekraftwerk zeigte an der Fassade die Portraits des damaligen Aufsichtsrates der VEW.

Das Museum beherbergt das Unternehmensarchiv der RWE Westfalen-Weser-Ems AG.

Das Umspannwerk Recklinghausen ist Teil der Route der Industriekultur.

Weblinks

Koordinaten: 51° 33' 40" N, 7° 12' 28" O







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