
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Und täglich grüßt das Murmeltier |
| Originaltitel: | Groundhog Day |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1993 |
| Länge: | 101 Minuten |
| Originalsprache: | englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 6 |
| Stab | |
| Regie: | Harold Ramis |
| Drehbuch: | Danny Rubin |
| Produktion: | Trevor Albert |
| Musik: | George Fenton |
| Kamera: | John Bailey |
| Schnitt: | Pembroke J. Herring |
| Besetzung | |
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Und täglich grüßt das Murmeltier ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 1993, in der Bill Murray als Phil Connors einen egozentrischen, zynischen TV-Wetteransager spielt, dem es davor graut, seiner alljährlichen Verpflichtung nachzugehen, von einem Wetter-Ritual in der Kleinstadt Punxsutawney zu berichten. Andie MacDowell spielt Rita, seine neue Aufnahmeleiterin. Regie führte Harold Ramis, der auch eine kleine Nebenrolle übernommen hat.
Inhaltsverzeichnis |
Phil Connors sitzt in einer Zeitschleife fest. Er durchlebt albtraumhaft wieder und wieder denselben Tag. In dem Ort, in dem er sich aufhält, Punxsutawney, Pennsylvania, begeht man diesen Tag, den 2. Februar, als den Tag des Murmeltiers (Groundhog Day).
Da er weiß, was dieser sich wiederholende Tag jeweils an Ereignissen bringen wird, geht er bald dazu über, sein Wissen einzusetzen, um sich ein extravagantes Leben voller Vergnügungen, Geld und Frauen-Verführungen zu schaffen. Aber als er versucht, auf dieselbe Weise seine Arbeitskollegin Rita (Andie MacDowell) zu verführen, entstehen nur lauter Fehlversuche. Es stellt sich bei ihm Überdruss ein und schon bald beginnt er an seinem Leben zu verzweifeln. Er begeht mehrere Selbstmorde, die im Film als Sequenz komischer Versuche zu sehen sind. Keiner dieser Tode beendet das Phänomen des sich endlos wiederholenden Tages, denn er wacht stets erneut um sechs Uhr in seinem Hotelzimmer auf. Er vertraut sich Rita an und ihr Ratschlag hilft ihm dabei, Schritt für Schritt zu einem Ziel für sein festgefahrenes Leben zu finden. Dabei muss Phil jeden Tag erneut Ritas Vertrauen gewinnen. Phil wird zu einem Wohltäter für andere und kann – fast – jedem zu einem besseren Tag verhelfen. Lediglich einen alten obdachlosen Mann kann Phil bei keinem seiner Versuche vor dem sicheren Tod bewahren.
Es ist Phil nicht möglich, an einem einzigen Tag andere dazu zu bringen, ihm seine Wünsche zu erfüllen, aber er kann sich selbst zu einem besseren Menschen machen, indem er die Tage für eine Art Selbsterziehung nutzt. Er entwickelt daher allerhand Talente – wie zum Beispiel das charismatische Jazzklavier-Spiel – und findet auch zu mehr menschlicher Einfühlung. All das lässt ihn zu einem geschätzten und beliebten Mann werden und lässt ihn einen Weg finden, wie er den Zauber brechen und Liebe finden kann, was ihn aus dem Albtraum erlöst.
Und täglich grüßt das Murmeltier ist eine tiefgehende Parabel zu der Frage der Bestrafung und der Läuterung durch eine unbekannte höhere Macht. Phil ist ein teilweise menschenverachtender Zyniker, der sich als den Mittelpunkt des Universums und andere Menschen nur als Statisten sieht. Folgerichtig wird er damit bestraft, immer und immer wieder den Murmeltiertag erleben zu müssen. Erst nachdem sein Charakter aus eigenem Antrieb heraus eine grundlegende Wendung zum Guten nimmt und er Eigenschaften wie z. B. Hilfsbereitschaft und Güte zeigt, erfährt er eine Läuterung, die darin besteht, endlich wieder den nächsten Tag und den Fortgang seines Daseins erleben zu dürfen.
Obgleich der Film bei der ersten Veröffentlichung in den Kinos nicht besonders gut lief, hatte er eine Art von zweitem Leben in den Videotheken und im amerikanischen Kabelfernsehen. Vertreter mehrerer Religionen haben den Film in ihre eigene Arbeit einbezogen. Unter ihnen sind Chassidische Juden, Jesuiten und Buddhisten. Sie sehen den Film als einen guten Ausdruck für eigene Glaubenshaltungen. Bei einer Film-Serie des Museum of Modern Art in New York zum Thema Der verborgene Gott: Film und Glaube war er der Eröffnungsfilm. Die Grundidee von Und täglich grüßt das Murmeltier wurde von mehreren Fernsehserien aufgegriffen.
British Comedy Awards 1993
MTV Movie Awards 1993
Saturn Award 1994
BAFTA Awards 1994
BMI Film & TV Awards 1994
Hugo Awards 1994
London Critics Circle Film Awards 1994
National Film Preservation Board 2006
„Ein außergewöhnliches Werk der moralisch ausgerichteten Literatur ist zum Beispiel die scheinbar unbedeutende Komödie Und täglich grüßt das Murmeltier. Es präsentiert uns einen Charakter, der aus dem normalen Leben herausgenommen werden muss, damit er entdecken kann, dass er sein Leben abseits von sich selber lebt.“[1]
„Wenn ich einen Lieblingsfilm anführen sollte, dann würde ich wahrscheinlich Und täglich grüßt das Murmeltier angeben. Das ist eine Komödie, ein Fantasy-Film, eine Romanze und eine moralische Fabel, in der ein zynischer Mann von den Beschränkungen, die sein Leben prägen, erlöst wird.“[2]
Die Dreharbeiten fanden nicht in Punxsutawney, sondern im rund 600 Meilen entfernten Woodstock, Illinois (in der Nähe von Chicago), statt. Einer der Gründe: Das tatsächliche Murmeltier-Ritual wird in Punxsutawney nicht wie im Film mitten in der Stadt, sondern etwa einen Kilometer außerhalb in einer Waldlichtung abgehalten. Außerdem meinte Regisseur Ramis, dass Woodstock „einfach einen passenden Eindruck“ machte. Regisseur Harold Ramis ist in einem kurzen Auftritt als Neurologe zu sehen, der Phil die Röntgenbilder seines Kopfes erklärt, auf denen keine krankhaften Veränderungen zu erkennen sind.
Einige der Szenen wurden gedreht, als es draußen ziemlich kalt war. Die Leute aus der Stadt brachten der Film-Crew Heizgeräte als Unterstützung. Man begann mit den Dreharbeiten im Januar 1992 und wurde im April fertig. Noch heute wird in Woodstock alljährlich vom 27. Januar bis zum 2. Februar ein Fest zur Erinnerung an die Dreharbeiten gefeiert. Inbegriffen sind Führungen zu den Schauplätzen des Films, die sich nahezu ausschließlich rund um den Platz in der Stadtmitte finden lassen. Nur das Haus, in dem Phil Connors wohnte, liegt einige hundert Meter von der Stadtmitte entfernt am südlichen Ende der Madison Street.
Seit 1887 wird in Punxsutawney jährlich am 2. Februar (also am katholischen Feiertag Mariä Lichtmess) der Murmeltier-Tag (Groundhog Day) unter großer Medienteilnahme gefeiert. Erwacht das Tier an diesem Tag und wirft einen Schatten, bleibe es (für sechs weitere Wochen) winterlich, ist – wetterabhängig – kein Schatten sichtbar, so nahe der Frühling, besagt eine dortige Wetterregel, die angeblich auf deutsche Einwanderer zurückgeht.
In den letzten 119 Jahren sah Punxsutawney Phil 96-mal seinen Schatten, 14-mal war das nicht der Fall – zuletzt 2008 (aus 9 Jahren liegen keine Aufzeichnungen mehr vor).
Die Besucherzahlen des Murmeltiertags sind durch den Film bis auf das Vierfache gestiegen.
Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1993. [3]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Phil Connors | Bill Murray | Arne Elsholtz |
| Rita | Andie MacDowell | Ulrike Möckel |
| Larry | Chris Elliott | Axel Malzacher |
| Ned Ryerson | Stephen Tobolowsky | Ivar Combrinck |
| Buster Green | Brian Doyle-Murray | Walter Reichelt |
| Nancy Taylor | Marita Geraghty | Simone Brahmann |
| Gus | Rick Ducommun | Ekkehardt Belle |
| Neurologe | Harold Ramis | Fritz von Hardenberg |
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