
Eine unehrenhafte Entlassung ist die Ausstoßung eines Soldaten aus der Armee unter Aberkennung aller militärischen Ehren. Eine Auszahlung von Ehrensold ist damit ebenfalls ausgeschlossen. Dieser Begriff ist vor allem im Amerikanischen Raum verbreitet und wird in der Bundeswehr nicht gebraucht. Es existiert hier nur die Entlassung unter Verlust aller Dienst- und Sachbezüge. Peter Struck hatte bei der Entlassung von Brigadegeneral Reinhard Günzel im Jahre 2003 fälschlicherweise von „unehrenhafter Entlassung“ gesprochen.
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In den USA kann die unehrenhafte Entlassung die Folge folgender Vergehen sein:
Zu einer unehrenhaften Entlassung in den USA führt in jedem Fall:
Der Entlassene darf keine Uniform mehr tragen, keine Waffen mehr führen und alle beim Militär verliehenen Ränge und Abzeichen werden ihm aberkannt.
Insbesondere in den USA ist eine indirekte Folge die gesellschaftliche Ächtung des Betroffenen. So muss in den meisten Bundesstaaten eine unehrenhafte Entlassung aus dem Militärdienst im Lebenslauf ausgewiesen werden oder ein Bewerber muss bei einem Bewerbungsgespräch explizit darauf hinweisen. Eine Vielzahl von Unternehmen betrachtet eine unehrenhafte Entlassung als ein absolutes Ausschlußkriterium bei der Besetzung einer Stelle – was für eine Haftstrafe eines Bewerbers nicht unbedingt gilt. Jeglicher Dienst am Staat (Polizei, Behörden) ist nicht mehr möglich. Die Erfahrung zeigt, dass es für die betroffene Person nahezu unmöglich ist, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen.
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