
| Universität Karlsruhe (TH)[1] | |
|---|---|
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| Gründung | 1825 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Karlsruhe |
| Bundesland | Baden-Württemberg |
| Staat | Deutschland |
| Rektor | Horst Hippler |
| Studenten | 18.353 (WS 07/08) Frauenquote: 26,4 % |
| Mitarbeiter | 3.987 (davon 2295 WM) |
| davon Professoren | 276 |
| Jahresetat | 240,66 Mio. € (davon 82,24 Mio. EUR Drittmittel) |
| Website | www.uni-karlsruhe.de |
Die Universität Karlsruhe (TH), auch Fridericiana genannt, wurde 1825 gegründet und ist die älteste technische Hochschule in Deutschland und die viertälteste in Europa (nach der École polytechnique, ČVUT Prag und der TU Wien).
Inhaltsverzeichnis |
Die Universität Karlsruhe ist in 11 Fakultäten unterteilt, an denen 43 Studiengänge angeboten werden:
2002 wurde die 1972 gegründete Fakultät für Bio- und Geowissenschaften aufgelöst. Die Biologen wurden der Chemie, die Geowissenschaftler den Bauingenieuren angegliedert.
Die Universität Karlsruhe wurde durch Großherzog Ludwig von Baden am 7. Oktober 1825 als Polytechnikum in Karlsruhe nach dem Vorbild der École Polytechnique in Paris gegründet. Diesem war von 1832 bis 1920 auch eine Staatliche Forstschule angegliedert, bis der forstliche Hochschulunterricht Karlsruhes und derjenige an der Universität Tübingen 1920 in Freiburg im Breisgau vereinigt wurden.
1865 wurde das Polytechnikum durch Großherzog Friedrich I. zur Technischen Hochschule erhoben, woher auch der 1902 eingeführte Beiname „Fridericiana“ rührt.
1886 bewies Heinrich Hertz im heute noch existierenden und genutzten Hertz-Hörsaal die Existenz der elektromagnetischen Wellen.
1900 wurde das Promotionsrecht eingeführt.
1904 ließ die Universität als erste Hochschule in Deutschland eine Frau zu einem ordentlichen Studium zu.
1967 wurde die Technische Hochschule Fridericiana durch ein entsprechendes Landesgesetz Baden-Württembergs in „Universität Karlsruhe“ umbenannt. Aufgrund des Bestrebens des Großen Senats wurde die Bezeichnung „Technische Hochschule“ als Zusatz beibehalten.
1969 begann die Universität Karlsruhe als erste deutsche Hochschule mit der Ausbildung von Diplom-Informatikern.
1972 wurde an der Universität Karlsruhe Deutschlands erste Fakultät für Informatik gegründet.
Um ihre Stärke im Bereich der Forschung zu unterstreichen, gab sie sich im Juli 2005 den Namenszusatz Forschungsuniversität[2][3][4].
Am 11. April 2006 wurde der Vertrag zur Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie / Karlsruhe Institute of Technology (KIT) von Horst Hippler und Dieter Ertmann von der Universität Karlsruhe und Manfred Popp und Sigurd Lettow vom Forschungszentrum Karlsruhe unterzeichnet. [5] Der Name des KIT lehnt sich an das Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der weltweit führenden technischen Universitäten, an.
Die Universität Karlsruhe ist eine von neun Universitäten, die von der Exzellenzinitiative als Zukunftskonzept ausgewählt wurden. Sie wird seit November 2006 fünf Jahre lang mit jährlich 20 Millionen Euro gefördert, um ihre Forschung weiter auszubauen. In den Förderlinien für Graduiertenschulen und Exzellenzcluster erhielt sie jeweils eine Förderung.
Es gab an der Universität Karlsruhe (TH) in den technischen Studiengängen lange Zeit keine selektiven Aufnahmeprozeduren. Der eigentliche Selektionsprozess fand während des Grundstudiums statt. Die Ausbildung in den technischen Studiengängen an der Universität Karlsruhe (TH) ist stark theoretisch orientiert mit einem hohen Mathematikanteil.
Die Chemie, Physik und die Geistes- und Sozialwissenschaften wählen ihre Studierenden ohne Ausnahme durch ein sogenanntes Eignungsfeststellungsverfahren [6] aus, einen Numerus Clausus gibt es nicht. Eine Selektierung in den ersten Semestern findet hier nicht statt, Ausnahme ist die medienwissenschaftliche Lehre der Ergänzungsbereiche. Trotzdem schaffen im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen nur rund 2/3 der Studierenden den Sprung ins Hauptstudium.
Ab Wintersemester 2008/2009 werden alle physikalischen Fächer (Geophysik, Physik und Meteorologie) wieder verfahrensfrei sein.
Im neuesten Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) belegt die Universität Karlsruhe in der Informatik gleich in vier von fünf Kategorien Spitzenplätze: der Reputation bei Professoren, den Forschungsgeldern, der IT-Infrastruktur und der Studiensituation insgesamt. Im Bauingenieurwesen erreichte die Universität Karlsruhe als einzige in allen fünf Feldern die Bestbewertung und führt damit die deutschen Universitäten auf diesem Gebiet an. In der Physik und in der Chemie rangiert die Fridericiana jeweils in zwei von fünf Kategorien ganz vorne: in beiden Fächern bei den wissenschaftlichen Veröffentlichungen, zudem in der Physik bei der Studiensituation insgesamt und in der Chemie bei den Forschungsgeldern[7].
Im Rahmen der Förderline „Zukunftskonzepte“ der Exzellenzinitiative wurde die Universität Karlsruhe als eine der drei ersten Hochschulen am 13. Oktober 2006 neben der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgewählt. [8] [9]
Die Universität Karlsruhe (TH) gehört in Forschung und Lehre zu den besten deutschen Unis. Das zeigt sich beispielsweise am Anteil internationaler Studenten, er liegt über zwanzig Prozent. Sechs von Tausend aller Studierenden sind Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes, die Höchstbegabte fördert. Keine andere Uni mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt ist für Studienstiftler attraktiver. [10] [11]
Die Universität hat sechs Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ist an drei Transregio-Sonderforschungsbereichen, die die überregionale Vernetzung von Forschungsinteressen fördern sollen, beteiligt, hat sechs Graduiertenkollegs und ist an einem weiteren beteiligt. Außerdem existiert ein DFG-Forschungszentrum. Weiter existiert eine DFG-Forschungsgruppe und die Universität ist an sechs weiteren beteiligt. In der Anzahl der Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs liegt sie damit im Mittelfeld der DFG-Förderungen.[12] Bei dem Drittmittelvolumen liegt sie im oberen Mittelfeld. Im DFG-Förderranking [13] führt die Universität Karlsruhe in dem Bereich Naturwissenschaften mit Abstand vor der Universität Bremen. Im Bereich der Ingenieurwissenschaften belegt sie zusammen mit der Universität Stuttgart den zweiten und dritten Platz, nach der RWTH Aachen. Mittel für die Graduiertenschule Karlsruhe School of Optics and Photonics wurden am 13. Oktober 2006 bewilligt.
Auch bei den neuen BMBF-Forschungsschwerpunkten, mit denen die Zusammenarbeit der jeweils besten Gruppen in überregionalen Forschungsnetzwerken gefördert werden soll, ist die Universität im dem Programm Elementarteilchenphysik mit dem CMS-Experiment zusammen mit Aachen und Hamburg beteiligt.
Die Universität hat Forschungsschwerpunkte insbesondere in der Informatik, wie sich z. B. in den Sonderforschungsbereichen Informationstechnik in der Medizin: „Rechner- und sensorgestützte Chirurgie“, Humanoide Roboter – Lernende und kooperierende multimodale Roboter und Computergestützte Theoretische Teilchenphysik oder dem deutsch-französischen Institut für Automation und Robotik zeigt.
Daneben ist auch die Nanotechnik durch das DFG-Forschungszentrum Centrum für Funktionelle Nanostrukturen sowie den Sonderforschungsbereich Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung von urgeformten Mikrobauteilen aus metallischen und keramischen Werkstoffen stark vertreten. Das Centrum für Funktionelle Nanostrukturen erhält im Rahmen der Exzellenzinitiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft auch Mittel als Exzellenzcluster.
Im März 2008 brachte SAP-Mitgründer Hans-Werner Hector 200 Millionen Euro in den Hector Wissenschaftsfonds ein. Aus diesem Stiftungsvermögen sollen jährlich 5 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Daraus sollen unter anderem „Hector Fellows“ an der Universität Karlsruhe mit bis zu 180.000 € gefördert werden.[14]
Hier ist eine Liste der aktuell laufenden Förderprogramme geben, um die aktuellen Forschungsschwerpunkte aufzuzeigen. Eine Liste der abgelaufenen Programme ist in den Quellen zu finden.[12]
DFG-Sonderforschungsbereiche:
Transregio-Sonderforschungsbereiche:
Graduiertenkollegs:
NP = Nobelpreisträger
Im Jahre 1895/1896 wurde das Amt des Direktors in das eines Rektors umgewandelt.
Das „Alte Stadion“ wurde unter der Leitung von Hermann Reinhard Alker (* 13. März 1885, † 25. Mai 1967) in den Jahren 1925 bis 1930 erbaut, im Jahr 1934 wurden die Arbeiten zum ersten freitragenden Tribünendach der Welt vollendet. Die Sporthalle wird heute noch vom Sportinstitut verwendet. In den Außenflügeln des Stadions sind Übungsräume für die Studenten der Architektur und der Arbeitskreis Kultur und Kommunikation untergebracht. Wie ursprünglich vorgesehen wird die Sporthalle immer noch für kulturelle Veranstaltungen verwendet.
Ebenfalls denkmalgeschützt ist der Altbau der Universitätsbibliothek Karlsruhe, bei der das Magazin im Gegensatz zur üblichen Bauweise in den obersten Stockwerken untergebracht ist.
| Liste | Stimmen | Sitze | Stimmen 07 | Sitze 07 |
|---|---|---|---|---|
| FachschaftlerInnen in das Parlament der Studierendenschaft (FiPS) | 25.6 % | 6 | 13.8 % | 3 |
| GHG | 18.6 % | 5 | 22.7 % | 6 |
| RCDS | 15.1 % | 4 | 14.6 % | 4 |
| LHG | 14.6 % | 4 | 17.9 % | 4 |
| Jusos | 12.4 % | 3 | 19.7 % | 5 |
| Die LuSt | 5 % | 1 | - | - |
| AL | 4 % | 1 | 8 % (als UL) | 2 |
| Die Linke | 2.5 % | 1 | 3.4 % | 1 |
| DNL | 2.1 % | 0 | - | - |
Bis 1977 existierte die Verfasste Studierendenschaft auch an der Universität Karlsruhe. Damals wurde sie von der Landesregierung unter Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) abgeschafft. An ihre Stelle trat eine Unabhängige Studierendenschaft, welche weitgehend die bisherigen demokratischen Strukturen übernahm. Heute existiert ein parlamentarisches System mit einem Studierendenparlament und einem Unabhängigen Studierendenausschuss (UStA) als ausführendem Organ. Rechts ist das Ergebnis [15] der Wahlen 2008 für das Studentenparlament angegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 20 %. Dabei traten neben den bekannten Gruppen auch eine Alternative Liste (AL), Die Liste unabhängiger Studierender (LuSt) und die Liste der FachschaftlerInnen in das Parlament der Studierendenschaft (FiPS) zur Wahl an. Daneben gibt es im unabhängigen Modell elf Fachschaften, welche Studenten auf Fakultätsebene vertreten. Manche der Fachschaften sind als eingetragener Verein organisiert.
Eine Besonderheit sind die selbstverwalteten, vom Studentenwerk unabhängigen Wohnheime wie das Hans-Dickmann-Kolleg, das Hans-Freudenberg-Kolleg oder die Insterburg.
Im Februar 2008 wurden die Rechenzentren von Universität (ehemals Rechenzentrums der Universität, URZ) und Forschungszentrum (ehemals Instituts für Wissenschaftliches Rechnen, IWR) Karlsruhe zum Steinbuch Centre for Computing (SCC) zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss erfolgt im Rahmen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Das Rechenzentrum betreibt als zentrale Einrichtung die Infrastruktur zur Informationsverarbeitung der Universität und des Forschungszentrums Karlsruhe. Dazu zählt die Anbindung der Universitäten und Wohnheime, sowie des Forschungszentrums an das Deutsche Forschungsnetz und das Landesforschungsnetz BelWü und der Betrieb des Campus WLAN (DuKaTH). Weiter betreibt das Rechenzentrum 10 Poolräume, von denen einer von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet ist, und eine Druck- und Medienausgabe für die Studenten. Daneben betreibt es das Scientific Supercomputing Center (SSC Karlsruhe), das teilweise gemeinsam mit dem Forschungszentrum Karlsruhe im Rahmen des Virtuellen Rechenzentrums folgende Rechenressourcen bereitstellt:[16]
Daneben werden eigene Poolräume und Cluster von den einzelnen Fakultäten und Instituten (z.B. Informatik und Physik) betrieben.
Einige herausragende Punkte aus der Geschichte des Rechenzentrums:
Neben der zentralen Universitätsbibliothek und den beiden Fachlesesälen Physik und Chemie gibt es an der Universität Karlsruhe noch einige Fakultätsbibliotheken und zahlreiche Instituts- und Lehrstuhlbibliotheken.
Die zentrale Universitätsbibliothek Karlsruhe versorgt Studierende, Wissenschaftler und andere Personen mit einer Million Bücher und rund 2500 Zeitschriften in gedruckter und elektronischer Form (Stand: 2006). Ihre Schwerpunkte sind Natur- und Ingenieurwissenschaften, Architektur, Informatik, Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. Seit 2006 ist sie gemeinsam mit dem neuen Anbau eine 24-Stunden-Bibliothek[18].
RWTH Aachen | Freie Universität Berlin | Universität Freiburg | Universität Göttingen | Universität Heidelberg | Universität Karlsruhe | Universität Konstanz | Ludwig-Maximilians-Universität München | Technische Universität München
RWTH Aachen | TU Berlin | TU Braunschweig | TU Darmstadt | TU Dresden | Universität Hannover | Universität Karlsruhe (TH) | TU München | Universität Stuttgart
Staatliche Universitäten: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg | Universität Hohenheim | Universität Karlsruhe (TH) | Universität Konstanz | Universität Mannheim | Universität Stuttgart | Eberhard Karls Universität Tübingen | Universität Ulm
Private Universitäten: International University in Germany | Zeppelin University | Hochschule für Jüdische Studien | Wissenschaftliche Hochschule Lahr | Freie Hochschule Stuttgart | Gustav-Siewerth-Akademie
Pädagogische Hochschulen: Freiburg | Heidelberg | Karlsruhe | Ludwigsburg | Schwäbisch Gmünd | Weingarten
Kunsthochschulen: Hochschule für Musik Freiburg | Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg | Hochschule für Musik Karlsruhe | Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe | Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe | Filmakademie Baden-Württemberg | Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg | Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim | Popakademie Baden-Württemberg | Katholische Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg | Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart | Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart | Hochschule für Musik Trossingen | Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Tübingen
Koordinaten: 49° 00′ 34" N, 08° 24′ 42" O
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