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| Leuphana Universität Lüneburg | |
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| Gründung | 1946 |
| Ort | Lüneburg und Suderburg |
| Bundesland | Niedersachsen |
| Staat | Deutschland |
| Leitung | Sascha Spoun |
| Studenten | 8.845 (WS 2007/08)[1] |
| Mitarbeiter | 690 |
| Website | www.leuphana.de |
Die Leuphana Universität Lüneburg in Lüneburg, Deutschland, wurde ursprünglich als Pädagogische Hochschule (PH) im Jahre 1946 gegründet und ist seit 2005 Modelluniversität für die Umsetzung des Bologna-Prozesses.
Seit dem 20. März 2007 firmiert die Universität unter dem Titel Leuphana Universität Lüneburg, kurz auch Leuphana genannt. Mit der Umbenennung geht eine Umstrukturierung der gesamten Studienmodells und des Lehrbetriebs einher. Der Begriff Leuphana leitet sich von einer Siedlung nahe der Elbe her, die in einer Karte des antiken Geografen Ptolemäus erwähnt wird.
Im Jahr 2006 wurde eine grundsätzliche Neuausrichtung beschlossen und eingeleitet: Ab dem Jahr 2007 wird in Lüneburg ein neues Studien- und Universitätsmodell verwirklicht. Es beginnt mit der Einrichtung eines Colleges für das Bachelor-Studium. Im Jahr 2008 wird ein Graduierten-Kolleg seine Arbeit aufnehmen, das Master- und Doktorandenprogramme integriert. Außerdem entstehen fachübergreifende Forschungszentren und eine Professional School für weiterbildende Studiengänge wie Unternehmenskooperationen.
Inhaltsverzeichnis |
Im Mai 1946 als eine von insgesamt acht pädagogischen Hochschulen des Landes Niedersachsen gegründet, wurde die PH 1978 in eine selbständige wissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht umgewandelt. 1980 erfolgte die Einrichtung der Studiengänge Sozialpädagogik sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; 1985 konnten sich dann die ersten Studierenden im Studiengang Betriebswirtschaftslehre immatrikulieren. Mit der Einrichtung des Fachs Angewandte Kulturwissenschaften im Jahre 1986 wurde ein Studiengang geschaffen, der bundesweit attraktiv ist. Seit 1996 werden noch der Diplom-Studiengang Umweltwissenschaften und die Studiengänge Lehramt an berufsbildenden Schulen mit den Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften und Sozialpädagogik angeboten.
Im Mai 1989 wurde die Hochschule - nach einer Übergangsphase als Pädagogische Hochschule Niedersachsen (PHN), Abteilung Lüneburg - in Universität Lüneburg umbenannt.
Durch die räumliche Enge, die durch den starken Anstieg der Studierendenzahl in den 1980er Jahren und fehlende Expansionsmöglichkeiten am alten Standort entstanden war, wurde zu Beginn der 1990er Jahre mit dem Umzug auf den heutigen Campus auf dem Gelände der ehemaligen Scharnhorst-Kaserne begonnen. Seit dem Wintersemester 1997/1998 ist das damals bundesweit einmalige Konversionsprojekt vollendet.
Am 1. Januar 2003 wurde die Universität in eine Stiftung des öffentlichen Rechts umgewandelt. Gemäß dem Beschluss der niedersächsischen Landesregierung vom darauffolgenden Jahr fusionierte sie zum 1. Januar 2005 mit der Fachhochschule Nordostniedersachsen; der gemeinsame Name lautet Universität Lüneburg. Die neue Institution ist keine Gesamthochschule, sondern dient als Modelluniversität zur Umsetzung des Bologna-Prozesses.
Die Universität verfügt heute in Lüneburg über drei Standorte: Der zentrale Campus an der Scharnhorststraße wird bestimmt durch das Spannungsverhältnis von traditioneller Backsteinarchitektur, die ihre formgebende Geschlossenheit in rund 20 großen Gebäuden entfaltet, modernen Hörsaal- und Bibliotheksbauten und verschieden gestalteten Gartenzonen wie einem Biotop. Im Zentrum des Standortes Rotes Feld steht ein Backsteinbau aus der Kaiserzeit, der schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts für Bildungszwecke genutzt wurde. Eine moderne Architektur kennzeichnet den Standort Volgershall: Über eine Länge von 200 Metern erstreckt sich dort eine Halle, die u. a. für Versuchsaufbauten der Automatisierungstechnik genutzt wird. Der vierte Universitätsstandort etwa 40 Kilometer südlich in Suderburg wurde in den 1990er Jahren zeitgemäß ausgebaut. Insgesamt stehen mehrere hundert Studierendenwohnungen auf dem Campus zur Verfügung.
Im Zuge der Fusion wurden die damals 10 Fachbereiche auf drei neu geschaffene, etwa gleich große Fakultäten aufgeteilt. Diese wiederum werden ihrerseits universitätsweit in Departments unterteilt. Hintergrund der Neugliederung ist, neben finanziellen Gesichtspunkten, das Bestreben zur Entwicklung von Clustern aus Disziplinen, die in sinnvollem Bezug zueinander stehen und inhaltliche Schwerpunkte der universitären Arbeit darstellen. Die Universität besitzt seit Anfang des Jahres drei Fakultäten:
Fachbereiche, wie sie an der ehemaligen Fachhochschule und der Universität existierten, bestehen offiziell nicht mehr.
Mit Neuausrichtung der Leuphana ist das Studium vom Wintersemester 2007/ 2008 an vollständig neu geordnet. Als zentrales Einstiegsstudium bietet das College Studienmöglichkeiten mit dem Abschluss Leuphana Bachelor an. Darauf aufbauend wird künftig die Graduate School zum Master-Abschluss führen und die Professional School verschiedene, teilweise berufsbegleitende Studienangebote machen.
Das College gliedert das Bachelor-Studium in zwölf thematische Schwerpunkte, die als Major gewählt werden können. Je nach persönlicher Interessenslage und individueller Karriereplanung können dazu Minor als Zweitfächer ergänzt werden. In zwei Lehramts-Studiengängen werden entsprechend den rechtlichen Anforderungen zwei Major ausgewählt.
Im neuen Studienmodell der Leuphana Universität Lüneburg wird ab dem Wintersemester 2007/ 2008 ein gemeinsames erstes Studiensemester eingeführt. Unabhängig von der Major Wahl bietet es fachübergreifende Veranstaltungen, Grundlagenwissen und die Schulung persönlicher Fähigkeiten an. Ab dem zweiten Semester tritt neben das Fachstudium das Komplementärstudium. In ihm können unter anderem soziale Fähigkeiten, Sprachqualifikation, künstlerische Kompetenzen oder philosophische Aspekte vertieft werden. Das Komplementärstudium soll disziplinenübergreifendes Denken vermitteln und Kompetenzen schulen, die über das reine Fachwissen hinausgehen.
Jede einzelne Major kann mit einem Ergänzungsfach, dem sogenannten Minor, kombiniert werden. Eine Bewerbung erfolgt auf den Major, der Minor ist in der Regel frei wählbar.
Die bisherigen Studienangebote der Leuphana werden für die bisher schon eingeschriebenen Studierenden weitergeführt. Sie schließen ihr Studium mit den ursprünglich angestrebten Abschlüssen ab. In diese Studiengänge wurde im Wintersemester 2006/2007 letztmalig aufgenommen. Laut der Seite des Zentralen Prüfungsamtes [1] gibt es noch folgende Magister-, Diplom- und Lehramt-Studiengänge (Übergangsfristen bis 2011 und länger):
Einzelheiten zum aktuellen Studienangebot der Leuphana Universität Lüneburg sind auf der Homepage der Universität zu finden.
Zusammen mit weiteren Institutionen wie z. B. dem Gründungslabor der Universität Lüneburg oder dem Forschungsinstitut Freie Berufe bildet der Lehrstuhl für Gründungsmanagement (GMLG) unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Schulte das Angebot zum Thema Unternehmens- und Existenzgründung an der Leuphana Universität Lüneburg. Nachdem ein Ranking des Handelsblattes das gründungsbezogene Angebot der Universität Lüneburg im Jahr 2005 zum besten Deutschlands kürte, gelang es 2007 erneut, eine Platzierung unter den Top 10 Universitäten Deutschlands zu erzielen.[2]
Der niedersächsische Landtag hat mit der Verabschiedung des Studienbeitraggesetzes beschlossen, dass alle Studierenden seit dem Sommersemester 2007 500 € Studiengebühren zu den 198,59 € (seit der Erhöhung zum Wintersemester 2007/2008) Rückmeldegebühren (dieser setzt sich aus Studentenschafts-, Studentenwerks-, und den Verwaltungskostenbeitrag zusammen) zahlen müssen. Mit diesen Geldern soll der Bereich Lehre und Studium besser ausgestattet werden.
In Zusammenarbeit mit Daniel Libeskind soll auf den Hauptcampus der Universität eine Baugruppe mit neuem Audimax entstehen. Am 19. Dezember 2007 stellten die Hochschulleitung und der niedersächsische Wissenschaftsminister das Projekt vor und gaben den Startschuss für die weiteren Planungsarbeiten. Die Planung umfasst neben dem Audimax Räumlichkeiten für ein Forschungszentrum, studentische Arbeitsplätze und Seminarräume sowie eine Cafeteria.[3] Das Projekt ist auch wegen der geschäftlichen Beziehung des Uni-Vizeprädisenten Keller mit Daniel Libeskind in die Schlagzeilen gekommen.[4]
Neben den universitären Einrichtungen finden sich auf dem Universitätscampus an der Lüneburger Scharnhorststraße zwei Wohnheime des Vereins Campus e.V., der im Rahmen des Umzuges der Universität aus dem Wilschenbrucher Weg zum jetzigen Standort von Studierenden gegründet wurde. Außerdem gibt es ein Wohnheim des Studentenwerkes, sowie ein Kindertagesstätte des Studentenwerkes. Vom Verein Campus e.V. wurde eine GmbH gegründet, die auf dem Uni-Campus drei Cafés, sowie die Vamos-Kulturhalle betreibt. Der lokale Radiosender ZuSa hat ebenfalls ein Studio in den Räumen der Universität
Universitäten: Technische Universität Braunschweig | Technische Universität Clausthal | Georg-August-Universität Göttingen | Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover | Medizinische Hochschule Hannover | Tierärztliche Hochschule Hannover | Universität Hildesheim | Leuphana Universität Lüneburg | Carl von Ossietzky Universität Oldenburg | Universität Osnabrück | Hochschule Vechta
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Kunst- und Musikhochschulen: Hochschule für Bildende Künste Braunschweig | Hochschule für Musik und Theater Hannover
53.228888888910.40111111117Koordinaten: 53° 13′ 44″ N, 10° 24′ 4″ O
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