Unterleutnant


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Unterleutnant der NVA[1] (Pioniertruppen)
Unterleutnant (Subteniente) des chile-nischen Heeres

Der Unterleutnant ist ein Soldat im niedrigsten Offiziersdienstgrad. Er gehört zur Dienstgradgruppe der Leutnante bzw. Subalternoffiziere.

Einen Unterleutnant zur See gab es bis 1898 in der Kaiserlichen Marine, er entsprach dem Sekonde-Lieutenant des Heeres. Der Rang war 1662/74 erstmals in Frankreich eingeführt worden und ist von anderen Armeen übernommen worden.

Den Begriff Unterleutnant gibt es auch heute bei zahlreichen ausländischen Streitkräften, auch in NATO-Ländern (sous-lieutenant, onder-luitenant, subleutenanto, subteniente, sottotenente, mladschi leitenant, podporucnik etc.). Im angelsächsischen Raum wird der Dienstgrad Second Lieutenant oder Sub-Lieutenant genannt, was in der Bundeswehr dem Offiziersdienstgrad Leutnant entspricht, da die Bundeswehr ebenso wie die Wehrmacht und die Reichswehr keinen Unterleutnant kennt.

In der Nationalen Volksarmee der DDR sowie der Deutschen Volkspolizei war ein Unterleutnant der rangniedrigste Offizier und entsprach damit dem sowjetischen mladschi leitenant (младший лейтнант - wörtlich: jüngerer Leutnant). In der Teilstreitkraft Volksmarine hieß dieser Dienstgrad anfangs „Unterleutnant zur See“, wurde aber später in „Unterleutnant“ geändert.

  • Unterleutnante der NVA waren in der Regel keine Berufsoffiziere, sondern sogenannte „Offiziere auf Zeit“ (OaZ), welche sich nach Erlangung der Hochschulreife (Abitur war Voraussetzung) für eine aktive Wehrdienstzeit von mindestens 4 Jahren (bis 1982 mindestens 3 Jahre) in der NVA verpflichteten. Ihre militärische Ausbildung erfolgte in der Regel durch ein einjähriges Studium an einer Offiziershochschule der NVA, die mit der Ernennung zum Unterleutnant abschloss. Unmittelbar daran anschließend erfolgte die Versetzung zum weiteren, mindestens dreijährigen Truppendienst in die verschiedenen Truppenteile der NVA. Dort wurden Unterleutnante regelmäßig in der Dienststellung „Zugführer“ eingesetzt, soweit sie nicht (auf Grund einer Spezialausbildung) bestimmten Spezialtrupps dieser Einheiten zugewiesen waren. Unterleutnante wurden in der NVA regelmäßig vor Beginn des letzten (4.) Dienstjahres zum Leutnant befördert und als solcher nach Ablauf des aktiven Wehrdienstes in die Reserve versetzt. Teilweise wurden bei Bedarf und Vorliegen bestimmter Voraussetzungen (z.B. aktiver Wehrdienst in der Unteroffizierslaufbahn) auch geeignete Reservisten mit erfolgreich abgeschlossenem (zivilem) Fachschulstudium nach einer Einberufung zum Reservistenwehrdienst zum Unterleutnant der Reserve ernannt.
  • Unterleutnante wurden bei Auflösung der NVA und der Integration ihrer Reste (Übernahme von nur 3.600 der 39.000 NVA-Offiziere) in die Bundeswehr nicht übernommen. Die wenigen in die Bundeswehr übernommenen NVA-Angehörigen wurden in der Regel um einen Dienstgrad heruntergesetzt. Die sehr wenigen Unterleutnante die noch nach dem 3. Oktober 1990 dabei blieben bekamen bis zu ihrer Entlassung den Dienstgrad Fähnrich in der Bundeswehr.

Der österreichische Vizeleutnant hingegen ist ebenso wenig ein Offiziersrang wie es der preußische Feldwebelleutnant war, sondern entspricht etwa einem (Ober-)Stabsfeldwebel oder Fähnrich.

Unterleutnant aber ist kein Unteroffiziersgrad oder Fähnrichdienstgrad, sondern ein Offiziersdienstgrad, auch wenn in einigen Armeen der niedrigste Offiziersgrad mit Fähnrich (Ensign, Alferez) übersetzt wird. So entspricht in Spanien der Alferez dem Unterleutnant (ebenso in Portugal), der Subteniente allerdings dem Fähnrich, ausgerechnet in den spanischsprachigen Staaten Südamerikas aber ist es genau umgekehrt. In Skandinavien (Norwegen, Schweden) sowie Finnland wiederum ist der Fähnrich der niedrigste Offiziersgrad und entspricht damit dem dänischen Sekondeløjtnant bzw. dem Unterleutnant.

  1. nicht zu verwechseln mit den sehr ähnlichen Schulterstücken eines Oberleutnants der Wehrmacht






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