
Die US-amerikanische Untersuchungskommission zu den Anschlägen des 11. Septembers (engl.: National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States bzw. umgangssprachlich 9/11 Commission) wurde im Jahre 2002 auf Initiative des US-Kongresses vom US-Präsidenten George W. Bush zur Aufklärung der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA eingesetzt. Nach Veröffentlichung ihres Abschlussberichts, dem viel beachteten 9/11 Commission Report, stellte sie am 21. August 2004 ihre Arbeit ein.
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Im Vorfeld hatte bereits eine gemeinsame Untersuchung der für nachrichtendienstliche Fragen zuständigen Ausschüsse des Senats und des Kongresses stattgefunden (Februar bis Dezember 2002). Diese sollte allerdings lediglich eine generelle Untersuchung des Systems der US-Geheimdienste zur Terrorismusabwehr auf mögliche Lücken durchführen, weswegen diese zunehmend in die Kritik geraten waren.
Zu den Aufgaben der in der Folge eingesetzten Kommission gehörten:
Mitglieder der Kommission waren:
Der umfangreiche Stab der Kommission (s. u. Weblinks) arbeitete unter:
Zur Umsetzung ihrer Aufgaben führte die Kommission mehrere öffentliche Anhörungen durch. Unter anderem wurden befragt (Angaben der Funktion jeweils zum Zeitpunkt der Anhörung):
In geschlossenen Sitzungen fanden außerdem Befragungen von Präsident Bush, Vizepräsident Cheney, Ex-Präsident Clinton und Ex-Vizepräsident Gore statt.
In ihrem Abschlussbericht kritisierte die Kommission vor allem die Arbeit der Bundesbehörden FBI und CIA und empfahl eine weitgehende Reform des amerikanischen Geheimdienstsystems, die inzwischen teilweise umgesetzt wurde.
Die Kommission musste sich jedoch auch selbst Kritik gefallen lassen. So wurden ihr einerseits mangelnde Unabhängigkeit und mangelnde Kritikbereitschaft an den Positionen der US-Regierung vorgeworfen, während andererseits Anhänger der Bush-Regierung auf die angebliche Instrumentalisierung im Hinblick auf den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2004 hinwiesen.
Hinweis: Die Literaturangaben zum 9/11 Commission Report befinden sich im gleichnamigen Artikel.
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