Untertagebau


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Eine untertägige Förderstrecke

Untertagebau oder "Tiefbau" (im weiteren Sinn) ist die Erstellung unterirdischer Hohlräume (Tunnel, Stollen, Schächte, Kavernen u. ä.) im anstehenden Felsgestein, in geschlossener Bauweise, die zur Gewinnung von Bodenschätzen dienen.

Als Tiefbau im engeren Sinn wird der untertägige Abbau in größerer Tiefe bezeichnet, bei dem das Grundwasser nicht durch Stollen (Erbstollen) unterhalb des genutzten Grubengebäudes offen abfließen kann (Stollenbau).

Die Abbauverfahren richten sich danach, ob die Lagerstätte flözartig, gangartig oder massig angelegt ist, wie es mit der Standfestigkeit des Nebengesteins bestellt ist und welche Beschaffenheit der Rohstoff hat. Entsprechend kommen spezielle Abbauverfahren zur Anwendung, zum Beispiel Kammerbau, Strebbau, Weitungsbau, Teilsohlenbruchbau.

Der Untertagebau geht nicht ohne Umweltschäden ab: Das Deponieren des Abraums führt zur Anlage von Kippen und Halden und somit zum Landschaftsverbrauch. An der Erdoberfläche kann es zu großflächigen Senkungen und anderen Bergschäden kommen, die zu Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft führen. Beim Wasserhaushalt können durch den Untertagebau Absenkungen des Grundwasserspiegels und die Verschmutzung der Oberflächengewässer verursacht werden.

Literatur

  • Walter Bischoff, Heinz Bramann, Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum: Das kleine Bergbaulexikon. 7. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen, 1988, ISBN 3-7739-0501-7
  • Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Auflage, Verlag Karl Robert Langewiesche,

Nachfolger Hans Köster KG, Königstein i. Taunus, 1994, ISBN 3-7845-6992-7

Siehe auch







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