
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saalfeld-Rudolstadt | |
| Höhe: | 265 m ü. NN | |
| Fläche: | 56,08 km² | |
| Einwohner: | 6540 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 117 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 07333, 07334, 07336, 07387 | |
| Vorwahlen: | 03647, 03671, 036732 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLF | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 73 111 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Ernst-Thälmann-Str. 19 07333 Unterwellenborn |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Andrea Wende | |
| Lage der Gemeinde Unterwellenborn im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt | ||
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Unterwellenborn ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Bekannt ist Unterwellenborn vor allem durch das Stahlwerk Maxhütte.
Inhaltsverzeichnis |
Angrenzende Gemeinden sind Hohenwarte, Kamsdorf, Kaulsdorf (Saale), Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Uhlstädt-Kirchhasel im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sowie Krölpa im Saale-Orla-Kreis.
Durch Funde von Feuerstein-Werkzeugen in der Nähe von Unterwellenborn ist belegt, dass die Gegend bereits in der Altsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren besiedelt war.
Die heutige Gemeinde entstand am 1. Februar 2006 durch Zusammenlegung der bisher selbstständigen Gemeinden Birkigt, Goßwitz, Könitz, Lausnitz bei Pößneck und Unterwellenborn. Die fünf Gemeinden hatten die Verwaltungsgemeinschaft Unterwellenborn gebildet, die zum selben Zeitpunkt aufgelöst wurde.
Schon zum 9. April 1994 waren die Gemeinden Dorfkulm, Langenschade und Oberwellenborn nach Unterwellenborn eingemeindet worden.
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
| Birkigt | Goßwitz | Könitz | Lausnitz | Unterwellenborn | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1994 | 347 | 1365 | 1806 | 148 | 2916 |
| 1995 | 377 | 1375 | 1799 | 156 | 2895 |
| 1996 | 411 | 1350 | 1765 | 155 | 3005 |
| 1997 | 420 | 1377 | 1784 | 160 | 3063 |
| 1998 | 440 | 1358 | 1768 | 161 | 3067 |
| 1999 | 466 | 1392 | 1781 | 162 | 3082 |
| 2000 | 473 | 1368 | 1804 | 154 | 3065 |
| 2001 | 480 | 1375 | 1791 | 165 | 3040 |
| 2002 | 486 | 1386 | 1730 | 165 | 3011 |
| 2003 | 502 | 1383 | 1725 | 156 | 3007 |
| 2004 | 493 | 1371 | 1726 | 158 | 2983 |
Der 1955 nach drei Jahren Bauzeit eröffnete Kulturpalast „Johannes R. Becher“ des VEB Maxhütte (oft auch mit Kulturhaus bezeichnet) ist eines der in monumentalem, pseudoklassizistischem Stil erbauten frühen Kulturhäuser der DDR. Das Gebäudeensemble enthält einen Theatersaal (800 Plätze), einen "Musiksalon" mit 200 Plätzen, einen Tanz-Probensaal, Vortragsräume, eine Bücherei, mehrere Sitzungssäle und zwei Restaurants. Nach 1990 wurde das Gebäude teilweise von der Theatergruppe Maxhüttenensemble genutzt, Teile wurden als Möbellager zweckentfremdet.
Im Pfaffengrund erinnert ein 1966 errichteter Obelisk an die mehr als Tausend Kriegsgefangene und sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern, die in der Maxhütte und an anderen Orten schwerste Zwangsarbeit verrichten mussten. Wo der Obelisk steht, wurden 26 gefesselte und durch Genickschuss ermordete Zwangsarbeiter (darunter vier Mädchen) gefunden und auf den Friedhof in Saalfeld umgebettet. Bis 1989 erinnerte eine hölzerne Gedenktafel an 15 ermordete Zwangsarbeiter, die 1945 in einem Massengrab in einer Sandgrube nahe der Straße von Birkigt nach Friedebach gefunden wurden. An die Opfer des Todesmarsches der Häftlinge des KZ Buchenwald erinnert seit 1985 eine Stele, die an der B 281 errichtet wurde.[2]
Sportverein: SV Stahl Unterwellenborn
Unterwellenborn liegt an der Bahnstrecke Saalfeld–Gera. Im Gemeindegebiet liegen die Bahnhöfe Unterwellenborn und Könitz (Thür), an denen alle zwei Stunden Regionalbahnen der DB Regio AG halten.
Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 281 Eisfeld–Triptis. Über sie erreicht man die etwa sechs Kilometer westlich gelegene Kreisstadt Saalfeld/Saale und die etwa 33 Kilometer östlich gelegene Anschlussstelle Triptis der Bundesautobahn 9.
Die jüngere Geschichte Unterwellenborns ist eng verwoben mit dem von 1872 bis 1996 dort ansässigen Stahl- und Walzwerk Maxhütte. Es wurde 1872 als Zweigwerk der Maximilianshütte im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg in Betrieb genommen. Von 1921 bis 1946 war das Werk Teil des Flick-Konzerns. Ab 1936 wurde das Werk vollständig auf Rüstungsproduktion zur Vorbereitung und Durchführung des Zweiten Weltkriegs umgestellt.
Am 5. Juni 1946 wurde das Werk enteignet und zunächst als SAG-Betrieb, ab dem 1. Juli 1948 als Volkseigener Betrieb (VEB) weitergeführt. In den Wintermonaten 1948/49 folgten Tausende Jugendliche dem Aufruf der FDJ mit dem Titel Max braucht Wasser! zum Bau einer 6 km langen Fernwasserleitung zum Werk. In seiner Spitzenzeit hat die Maxhütte über 6000 Beschäftigte. Nach der Wende in der DDR wurde am 1. Juli 1990 aus dem VEB eine GmbH im Besitz der Treuhandanstalt. Nachdem ein Teil des Betriebsgeländes mit der erst 1985 in Betrieb gegangenen Kombinierten Formstahlstraße (Walzwerk) am 17. März 1992 an die Luxemburger Arbed-Gruppe verkauft worden war, wurde am 10. Juli 1992 der letzte Hochofen-Abstich vorgenommen, womit eine 120-jährige Geschichte der Roheisenproduktion beendet wurde.
Am 11. November 1995 ging das neue Elektrostahlwerk in Betrieb, dass zusammen mit dem Walzwerk die Stahlwerk Thüringen GmbH bildet, in der 700 Beschäftigte arbeiten. Seit dem Zusammenschluss mehrerer Stahlhersteller im Jahr 2001 gehört das Werk zur Arcelor-Gruppe. Die Maxhütte Unterwellenborn selbst wurde im Sommer 1996 aus dem Handelsregister gestrichen. Das Werk wird im Jahr 2007 aus der Arcelor Mittal-Gruppe ausgegliedert und geht an die spanische Grupo Alfonso Gallardo.
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