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| Weiße Elster | |
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Quelle der Weißen Elster |
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| Daten | |
| Lage | Tschechien, Deutschland |
| Länge | 257 km (nur 10 km in Tschechien)dep1 |
| Quelle | bei Aš (Tschechien)Vorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt |
| Quellhöhe | 724 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt |
| Mündung | Saale in Halle (Saale)Vorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt |
| Mündungshöhe | 80 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt |
| Flusssystem | Elbe |
| Großstädte | Gera, Leipzig, Halle |
| Mittelstädte | Plauen, Greiz, Zeitz |
| Kleinstädte | Bad Elster, Adorf, Oelsnitz, Elsterberg, Berga, Bad Köstritz, Pegau, Groitzsch, Schkeuditz |
| Rechte Nebenflüsse | Pleiße |
| Linke Nebenflüsse | Weida |
| Bekannte Brücken | Autobahnbrücke Pirk, Elstertalbrücke |
| Schiffbar | Nein |
Die Weiße Elster (tschechisch Bílý Halštrov) ist ein 257 km langer rechter Nebenfluss der Saale.
Sie entspringt in Tschechien im Elstergebirge östlich von Aš (Asch), etwa einen Kilometer Luftlinie entfernt von der deutsch-tschechischen Grenze bei Bärendorf, unweit des Dörfchens Výhledi (Steingrün) und mündet im halleschen Stadtteil Beesen in die Saale.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name Elster hat nichts mit dem Vogel zu tun, er ist slawischen Ursprungs (alstrawa = die Eilende). Mit der von der Lausitz in die Elbe fließenden Schwarzen Elster kommt die Weiße Elster nicht in Berührung. Die Beinamen weiß und schwarz erhielten die Flüsse zur Unterscheidung.
Bereits etwa zehn Kilometer nach ihrer Quelle überquert die Weiße Elster zwischen Doubrava u Aše und Bad Elster die Grenze ins sächsische Vogtland. Hinter Oelsnitz (Vogtland) wird die Weiße Elster durch die Talsperre Pirk aufgestaut. Nachdem sie Plauen durchflossen hat, erreicht sie hinter Elsterberg die Grenze nach Thüringen.
Anschließend durchfließt sie die Städte Greiz und Gera, wobei sie kurz vor Gera aus dem Mittelgebirge heraustritt und dann durch die sachsen-anhaltische Stadt Zeitz sowie das sächsische Leipzig fließt. In Leipzig teilt sie sich in zwei Arme, der nördliche behält seinen Namen Weiße Elster. In Leipzig spricht man meist aber nur von der Elster und meint damit den nördlichen Arm. Der südliche Arm heißt Luppe, der eingedeicht und kanalisiert ist und ebenfalls in Halle in die Saale mündet. Die Weiße Elster mündet unterhalb von Beesen (heute Ortsteil von Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt) in die Saale. Als Folge des Braunkohlenabbaus musste zu DDR-Zeiten das Flussbett südlich von Leipzig verlegt werden und ist dort betoniert und asphaltiert.
Nach der Weißen Elster wurde die Elstereiszeit benannt, die älteste Eiszeit, bei der es zu einer großräumigen Vergletscherung Norddeutschlands gekommen ist.
An den Ufern der Weißen Elster befinden sich zahlreiche landschaftliche und architektonische Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört der Flussabschnitt zwischen Plauen und Wünschendorf/Elster, wo sich der Fluss tief in die Ausläufer des Thüringer Schiefergebirgees eingräbt.
Die Elstertalbrücke ist Teil der Eisenbahn-Magistrale Leipzig–Plauen–Hof–Nürnberg (Sachsenmagistrale) und dient als Überführung über die Weiße Elster zwischen Jößnitz und Jocketa. Sie wurde im Zuge des Baus der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn zusammen mit ihrer Schwester, der Göltzschtalbrücke, errichtet. Unter der 68 m hohen Brücke hindurch führt außerdem die Elstertalbahn. Die Brückenlänge beträgt 283 m. Sie ist nach der Göltzschtalbrücke die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt.
Die Elstertalbrücke Pirk überspannt ebenfalls die Weiße Elster und ist eine der ungewöhnlichsten Autobahnbrücken in Deutschland, denn sie ist die größte Quadersteinbogenbrücke Europas. Über die Brücke fließt der Verkehr der Bundesautobahn 72. Als die Infrastruktur zu Zeiten des Nationalsozialismus angekurbelt wurde, begann auch der Bau der Autobahn. Der aufwendige Bau konnte bis Kriegsbeginn und während des Krieges nicht fertiggestellt werden. So war sie eine nutzlose Silhouette von Brückenbögen, denn nur die Bogensteine konnten noch errichtet werden. Später lag Pirk kurz vor dem Grenzsperrgebiet der DDR. Nach Pirk liegt die nächste Anschlussstelle in westlicher Richtung bereits in Bayern, somit war der weitere Ausbau der Autobahn nicht nötig, da die A 72 keine Transitautobahn war. Von Osten kommend endete sie in Pirk. Also blieb das Bauwerk halb fertig stehen. Nach der Wende wurde die Substanz überprüft und es war möglich, auf dem vorhandenen Materialien weiter zu bauen. Nach der Verbreiterung des Bückenkopfes konnte nach der Fertigstellung der Verkehr auf je zwei Fahrspuren und einem Standstreifen freigegeben werden. Damit hatte das Nadelöhr auf der A 72 ein Ende, bei dem der gesamte Autobahnverkehr von der Behelfsausfahrt Großzöbern durch den Ort Pirk im Elstertal zur Anschlussstelle Plauen-Pirk über die Bundesstraße 173 geleitet werden musste. An dem damals noch vorhandenen Bahnübergang kam es zu langen Wartezeiten. Heute überquert eine Brücke die Weiße Elster und die Bahnstrecke Weischlitz–Bad Brambach–Františkovy Lázně. Diese Eisenbahnlinie führt ebenfalls unter der Brücke hindurch. Aus Tschechien kommend, gabelt sich die Strecke in Weischlitz. Einerseits geht sie mit der Elstertalbahn nach Greiz/Gera, andererseits über Plauen (Vogtland) Oberer Bahnhof in die Sachsenmagistrale.
Meist am Ufer entlang führt der Elster-Radweg. In verschiedenen Schwierigkeitsstufen begleitet er den Fluss von der Quelle bis zur Mündung.
Der Elster-Saale-Kanal ist ein nie fertiggestelltes Kanalprojekt, welches die Stadt Leipzig an das Binnenschifffahrtsnetz anbinden sollte. Der Kanal sollte die Saale mit dem Lindenauer Hafen am heutigen Industriegebiet Leipzig-West verbinden, welcher wiederum über den etwa drei Kilometer langen Karl-Heine-Kanal eine Verbindung zur Weißen Elster gehabt hätte. Alle drei Projekte wurden begonnen und teilweise fertiggestellt, jedoch nie miteinander verbunden.
Im Bereich des oberen Flusslaufes wurde das Elstergebirge nach der Weißen Elster benannt. Es erstreckt sich über Gebiete des sächsischen und böhmischen Vogtlandes.
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