Werdau


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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Werdau
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Werdau hervorgehoben
Koordinaten: 50° 44′ N, 12° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Zwickau
Höhe: 334 m ü. NN
Fläche: 65,59 km²
Einwohner: 23.565 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 359 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08412
Vorwahl: 03761
Kfz-Kennzeichen: Z
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 300
Stadtgliederung: Kernstadt, 4 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 10-18
08412 Werdau
Webpräsenz:
Oberbürgermeister: Ralf Tittmann (Die Linke)

Werdau ist Große Kreisstadt und liegt im sächsischen Landkreis Zwickau.

Inhaltsverzeichnis


Geographie

Marktplatz

Geographische Lage

Die Stadt liegt an der Pleiße, am Rande des Westerzgebirges auf einer durchschnittlichen Höhe von 340m ü. NN., im Westen des Erzgebirgsbeckens. Die nächstgelegene Großstadt ist mit 8 km Luftlinie Zwickau, gefolgt von Gera (26 km) und Chemnitz (39 km).

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Fraureuth, Langenbernsdorf, Lichtentanne, Neukirchen und Zwickau (alle Landkreis Zwickau) sowie Mohlsdorf und Teichwolframsdorf im thüringischen Landkreis Greiz.

Stadtgliederung

Zu Werdau gehören die Ortsteile Königswalde (6,51 km², seit 1996), Steinpleis (10,06 km², seit 1996), Langenhessen (10,19 km², seit 1997) und Leubnitz einschließlich der Leubnitzer Waldsiedlung (29,48 km², seit 1999).

2,57 km² der Stadtfläche sind landwirtschaftlicher Nutzung gewidmet, 2,42 km² sind Wald und 0,66 km² Grünflächen. Bebaut sind 0,47 km², 0,31 km² sind als Verkehrsfläche ausgewiesen. Wasserfläche sind 0,06 km² und 0,28 km² unterliegen sonstigen Nutzungsarten.[2]

Geschichte

Der Ort (ursprünglich: Werde genannt) entwickelte sich im 14. Jahrhundert aus einem Dorf zu einer civitas, da durch die Lage an der Straße ReichenbachAltenburgLeipzig eine Straßenmarkt-Anlage entstand. Um 1400 gehörte Werdau zur Vogtei Schönfels. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts war Werdau ein Zentrum der Tuchmacherei, die ab dem 19. Jahrhundert von der Textilindustrie abgelöst wurde.


Panorama
Panorama
Ortsteil Steinpleis von Westen
Ortsteil Steinpleis von Norden

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1834 bis 1950

  • 1834 – 4.994
  • 1875 – 11.689
  • 1880 – 13.654
  • 1933 – 21.587
  • 1939 – 21.369
  • 1946 – 27.041 1
  • 1950 – 25.864 2

1960 bis 1999

  • 1960 – 24.539
  • 1981 – 20.177
  • 1984 – 19.870
  • 1995 – 21.504
  • 1997 – 23.258
  • 1998 – 26.823
  • 1999 – 26.552

2000 bis 2006

  • 2000 – 26.077
  • 2001 – 25.595
  • 2002 – 25.158
  • 2003 – 24.791
  • 2004 – 24.559
  • 2005 – 24.290
  • 2006 – 23.976

2007

  • 2007 - 23.565
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

1 29. Oktober
2 31. August
Die Steigerung der Einwohnerzahl ab 1995 rührt von der Eingemeindung der benachbarten Gemeinden Königswalde, Steinpleis, Langenhessen und Leubnitz her, es gab keinen Geburtenboom

Gedenkstätten

  • Eine Grabstätte auf dem Friedhof des Ortsteiles Königswalde erinnert an einen unbekannten polnischen Kriegsgefangenen, der 1942 Opfer von Zwangsarbeit wurde.
  • Drei Grabstätten von unbekannten KZ-Häftlingen und eine Gedenktafel auf dem Friedhof des Ortsteiles Ruppertsgrün von Steinpleis erinnern an drei Todesopfer aus einem Transportzug, der den Ort im Januar 1945 passierte
  • Eine Grabstätte mit Grabstein auf dem Friedhof des Ortsteiles Steinpleis erinnert an zwei unbekannte, vermutlich jüdische KZ-Häftlinge aus einem Transportzug aus dem KZ Auschwitz, die im Januar 1945 tot aufgefunden wurden. Die Inschrift wurde nach 1990 verfälscht in ein Gedenken "an alle Opfer des Faschismus und Stalinismus".
  • Eine Gedenkstätte auf dem Städtischen Friedhof erinnert an 26 namentlich unbekannte KZ-Häftlinge, die bei einem Todesmarsch von Außenlagern des KZ Buchenwald ermordet wurden.
  • Eine Porträtbüste und eine Gedenktafel vor dem ehemaligen VEB Kraftfahrzeugwerk "Ernst Grube", heute Fahrzeugwerk Werdau GmbH, erinnerten zu DDR-Zeiten an den kommunistischen Betriebsratsvorsitzenden der damaligen Waggonfabrik sowie Landtags- und später Reichstagsabgeordneten Ernst Grube, der sich trotz mehrmaliger KZ-Haft weiter am Widerstand beteiligte und 1945 im KZ Bergen-Belsen ums Leben kam. Alle Gedenkformen wurden nach 1990 beseitigt.

Politik

Rathaus

Stadtrat

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • An den Ortsteil Langenhessen grenzt die Talsperre Koberbach.
  • Das Stadt- und Dampfmaschinenmuseum präsentiert Darstellungen und Modell aus der Stadt- und lokalen Industriegeschichte sowie eine der größten Sammlungen von Fraureuther Porzellan in Deutschland.
  • Im Damensalon des denkmalgeschützten Hotels Katharinenhof, einer Jugendstilvilla, ist ein regional, möglicherweise deutschlandweit einmaliges Glasperlenfenster mit floralen Mustern zu besichtigen. Außerdem steht dort die Werdauer Genealogie-Bibliothek der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ Werdau wurde der Lkw S4000 gebaut und sein Nachfolger W50 entwickelt. Nach Einstellung der Fahrzeugproduktion in Werdau konzentrierte sich das Werk auf Spezialaufbauten und den Anhänger HW 80.

Verkehr

Durch Werdau führt die Bundesstraße 175. Außerdem liegt die Stadt an der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn von Leipzig nach Hof über Reichenbach im Vogtland und Plauen oberer Bahnhof. Über das Bogendreieck Werdau gibt es eine Verbindung in Richtung Zwickau und Chemnitz auf der Sachsen-Franken-Magistrale. Bis 1999 gab es mit der Bahnstrecke Werdau–Weida–Mehltheuer auch eine Bahnverbindung über Teichwolframsdorf nach Wünschendorf/Elster bei Gera.

Persönlichkeiten

Weblinks

Quellen

  1. Einwohnerzahlen
  2. Wir sind für Sie da. Broschüre über die Stadt Werdau. Datalog-Verlag (in Zusammenarbeit mit der Stadt Werdau und Frau Inge Voigt), Berlin 2007






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