
| Westfriesische Sprache | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Niederlande | |
| Sprecher | 400.000 | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache von | Provinz Friesland in den Niederlanden | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1: |
fy |
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| ISO 639-2: |
fry |
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| SIL: |
fry |
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Die Westfriesische Sprache (auch Westerlauwersfriesische Sprache, Eigenbezeichnung Frysk) ist eine in der niederländischen Provinz Friesland (friesisch Fryslân) von ca. 400.000 Menschen gesprochene westgermanische Sprache. Außerhalb der Provinz existieren ca. 300.000 weitere Sprecher (Zahlen von 1976). Das Westfriesische hat den Status einer zweiten Amtssprache. Die Mehrheit der Bewohner der Provinz Friesland spricht Westfriesisch, allerdings ist trotz zweisprachiger Schulerziehung die friesische Alphabetisierungsrate sehr gering.
Inhaltsverzeichnis |
Nächste Verwandte sind Saterfriesisch als einzig verbliebener Rest des Ostfriesischen mit ca. 2000 Sprechern im Saterland und Nordfriesisch mit ca. 10.000 Sprechern in Schleswig-Holstein. Zusammen bilden die drei Sprachen die Friesische Sprachgruppe. Nächste verwandte Sprache ist das Englische, früher wurden Friesisch und Englisch häufig in einer anglo-friesischen Sprachgruppe zusammengefasst. Heute werden Englisch und Friesisch meist gemeinsam mit der niederdeutschen Sprache (und manchmal auch der Niederländischen Sprache) als nordseegermanische Sprachen eingeordnet. Das genetisch eng mit den friesischen Sprachen verwandte Niederdeutsch hat aber bereits seit altsächsischer Zeit eine andere Entwicklung genommen und viele nordseegermanische Merkmale eingebüßt.[1] Mit dem Niederländischen besteht ebenfalls innerhalb des Westgermanischen eine Verwandtschaft, vor allem aber durch jahrhundertelangen Sprachkontakt.
Man unterscheidet im Westerlauwersfriesischen noch acht Dialekte. Davon gelten vier als Hauptdialekte, die großflächig und von vielen Tausend Menschen gesprochen werden. Die anderen vier werden nur lokal begrenzt verwendet und haben zusammen nur noch knapp 1000 Sprecher.
Die Hauptdialekte sind:
Die kleinen Dialekte sind
Das Standardfriesische basiert auf den drei sich recht stark ähnelnden Dialekten Nordhoeks, Kleifriesisch und Waldfriesisch.
Das in den größeren Städten der Provinz Frieslands gesprochene Stadtfriesisch ist eigentlich kein Friesisch, sondern eine Mundart des Niederländischen, allerdings mit starken friesischen Einflüssen. In die gleiche Gruppe wie das Stadtfriesische werden häufig auch die Mischdialekte Bildts, Ameländisch, Midländisch und Kollumerländisch gerechnet, die in der Provinz Friesland gesprochen werden.
Ebenso zu den Niederfränkischen Dialekten gehört das West-Friesische in der Region Westfriesland in der Provinz Nord-Holland, ein holländischer Dialekt auf westfriesischem Substrat. Dieser Dialekt ist nicht mit der westerlauwersfriesischen Sprache zu verwechseln. Die niedersächsischen Dialekte in der angrenzenden Provinz Groningen sind dagegen auf osterlauwersfriesischem Substrat entstanden.
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