Eine Zeremonie (von lat. caeremonia) ist eine Bezeichnung für feierliche Handlungen im religiös und mythologischen Bereich (Ritus) und auch im weltlichen Bereich (Zeremoniell), bei staatlichen Veranstaltungen auch Protokoll (Diplomatie).
Der Zeremonienmeister ist derjenige, der durch diese Zeremonie führt, darauf achtet, dass die dazugehörigen Regeln beachtet werden und die traditionellen Handlungen durchführt. Bei Zeremonien im alten Königshaus, war das Anreichen des Tageshemdes für den König der Hauptteil der Zeremonie. Dies war nur dem Bruder erlaubt, oder wenn dieser nicht anwesend war den Kindern oder Enkelkindern des Königs.
Im Unterschied zu Worten wie "Diplomatie" oder "Hegemonie", das gemäß Standardlautung nur auf der letzten Silbe betont werden kann, lässt sich "Zeremonie" auf zwei Weisen aussprechen: Entweder auf dem "ie" (nach der französischen Aussprache) oder auf der vorletzten Silbe, dem "o" – vgl. lateinisch "ceremonia". Die Endsilbenbetonung wird gewöhnlich vorgezogen. In Österreich ist jedoch nur die Betonung der vorletzten Silbe üblich. Bei Zusammengesetzten Worten mit „Zeremonie” als Bestimmungswort wird dagegen allgemein die vorletzte Silbe (d. h. das "o") betont, z. B. "Zeremonienmeister", "Zeremoniengewand".[1]
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